Re: Inner-City-Blues:::::
Hallo Heiko,
in Frankfurt war das Kaufhaus Schneider für Jahrzehnte ein Inbegriff eines privaten Warenhauses in einem typischen 1950er Jahre Gebäude, welches nach dem Krieg in der Trummerwüste neue Akzente setzte.
Kaufhaus Schneider bestach mit dem hölzernen Pakettfußboden in allen Etagen, der Montags, Mittwochs und Freitags immer frisch gebohnert wurde und so mancher Hausfrau im "Kaufhausansturm" auf die Wühltische zum Verhängnis wurde. Glanern (schlittern, auf Eis oder Parkett schlittern) ließ sich da sehr gut.
Im Treppenhaus befand sich der Personenaufzug mit Scherengittersperren des offenen Fahrkorbs und einem "Liftboy" der in den Etagen die Warenangebote aufzählte.
Auch die beiden Lastenaufzüge waren für Personenbeförderung zugelassen, auch da gab es spezielle Fahrstuhlführer, denn der Lastenaufzug hatte zwei offene Fahrkorbseiten, nach vorne zu den Klapptüren und nach hinten zur Schachtwand.
Nur mit dem Personenaufzug im Treppenhaus geangte man in die 7. Etage zum Dachrestaurant mit Panoramablick über Frankfurt und im Sommer einer sehr ruhigen und durch Glaswände windgeschützte Dachterasse. Die Kelner waren sehr freundlich und hilfsbereit, damals gab es auch schon einen separaten Raucherbereich, so daß der Qualm die Nichtraucher nicht belästigte, ebenso auf der Dachterasse. Ob das ein Vorgriff auf die aktuelle Gesetzeslage war?
Der Kaufausdirektor rauchte selber gerne dicke Kubanische Zigarren, die rauchfreie Zone in seinem Büro war nur so etwa 1 m über Fußbodenniveau, der Rest verschwand im "Nebel". Meine Mutter arbeitete dort im Kaufhaus bevor sie Postbeamtin wurde zunächst als Kelnerin und dann als Sekretärin, ihre Ausbildung machte sie im Kaufhaus Schneider, wechselte aber dann zur Oberpostdirektion, als dort eine Fremdsprachensekretärin gesucht wurde und verblieb dort bis kurz vor meiner Geburt.
Seitdem ich 5 Jahre alt wurde nahm sie mich sehr oft mit in die Stadt zum Einkaufen und stellte mich ihren Bekannten vor, auch beim Kaufhaus Schneider, dem Direktor, der mir eine Ausbildung zum Verkäufer oder Magazinlageristen empfahl. Sollte da schon frühzeitig mein beruflicher Werdegang festgelegt werden?
Naja, Lagerist bin ich letztlich geworden, sogar mit Handelskammerzeugnis.
In anderen 50er Jahre Häusern gab oder gibt es teilweise noch die Paternosteraufzüge, in Bürohäusern erfreuen die sich immer noch einer großen Beliebtheit, der schnellen Erreichens des Arbeitsplatzes oder beim Verlassen nach Feierabend.

in Frankfurt war das Kaufhaus Schneider für Jahrzehnte ein Inbegriff eines privaten Warenhauses in einem typischen 1950er Jahre Gebäude, welches nach dem Krieg in der Trummerwüste neue Akzente setzte.
Kaufhaus Schneider bestach mit dem hölzernen Pakettfußboden in allen Etagen, der Montags, Mittwochs und Freitags immer frisch gebohnert wurde und so mancher Hausfrau im "Kaufhausansturm" auf die Wühltische zum Verhängnis wurde. Glanern (schlittern, auf Eis oder Parkett schlittern) ließ sich da sehr gut.
Im Treppenhaus befand sich der Personenaufzug mit Scherengittersperren des offenen Fahrkorbs und einem "Liftboy" der in den Etagen die Warenangebote aufzählte.
Auch die beiden Lastenaufzüge waren für Personenbeförderung zugelassen, auch da gab es spezielle Fahrstuhlführer, denn der Lastenaufzug hatte zwei offene Fahrkorbseiten, nach vorne zu den Klapptüren und nach hinten zur Schachtwand.
Nur mit dem Personenaufzug im Treppenhaus geangte man in die 7. Etage zum Dachrestaurant mit Panoramablick über Frankfurt und im Sommer einer sehr ruhigen und durch Glaswände windgeschützte Dachterasse. Die Kelner waren sehr freundlich und hilfsbereit, damals gab es auch schon einen separaten Raucherbereich, so daß der Qualm die Nichtraucher nicht belästigte, ebenso auf der Dachterasse. Ob das ein Vorgriff auf die aktuelle Gesetzeslage war?
Der Kaufausdirektor rauchte selber gerne dicke Kubanische Zigarren, die rauchfreie Zone in seinem Büro war nur so etwa 1 m über Fußbodenniveau, der Rest verschwand im "Nebel". Meine Mutter arbeitete dort im Kaufhaus bevor sie Postbeamtin wurde zunächst als Kelnerin und dann als Sekretärin, ihre Ausbildung machte sie im Kaufhaus Schneider, wechselte aber dann zur Oberpostdirektion, als dort eine Fremdsprachensekretärin gesucht wurde und verblieb dort bis kurz vor meiner Geburt.
Seitdem ich 5 Jahre alt wurde nahm sie mich sehr oft mit in die Stadt zum Einkaufen und stellte mich ihren Bekannten vor, auch beim Kaufhaus Schneider, dem Direktor, der mir eine Ausbildung zum Verkäufer oder Magazinlageristen empfahl. Sollte da schon frühzeitig mein beruflicher Werdegang festgelegt werden?
Naja, Lagerist bin ich letztlich geworden, sogar mit Handelskammerzeugnis.
In anderen 50er Jahre Häusern gab oder gibt es teilweise noch die Paternosteraufzüge, in Bürohäusern erfreuen die sich immer noch einer großen Beliebtheit, der schnellen Erreichens des Arbeitsplatzes oder beim Verlassen nach Feierabend.

…Das zu meinem Bastelmarathon…
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- sowohl innen als auch außen, und deine unerschöpflichen Ideen für die kleinen Szenen erschlagen einen geradezu.