als ich vor ein paar Tagen ganz harmlos unterwegs war, kam mir plötzlich eine etwas ungewöhnlich aussehende Kombination von Güterwagen in Bild. Leider konnte ich nicht näher ran, aber glücklicherweise gibt es ja einen Zoom, und so sollten die Bilder praktisch selbsterklärend sein.
Zu sehen ist ein Rangierunfall auf dem Ziehgleis in Mergelstetten (bei Heidenheim). Hier werden die langen Züge für die Fa. Schwenk, Zement, rangiert. Was nun die beiden Waggons am Ende des Ziehgleises zu tun hatten - normalerweise müsste hier die Lok stehen und die Wagen in den Anschluss drücken - weiß ich nicht. Der letzte Wagen hat den Prellbock auf jeden Fall glatt weggedrückt und ist dann die kleine Böschung fast heruntergerollt.
Insgesamt hatten sich 11 Güterwagen innerhalb der Fa. Schwenk Zement selbstständig gemacht und wurden dann erst auf dem Ausziehgleis durch den Prellbock soweit abgebremst, dass nur ein Waggon abrutschte. Die anderen Wagen konnten abgezogen werden. Momentan geht die Polizei noch Hinweisen nach, dass die ganze Aktion eventuell vorsätzlich verursacht wurde. Sobald die Untersuchungen abgeschlossen sind soll der Waggon wieder aufgesetzt werden.
Sollte ich noch Näheres erfahren, werde ich berichten!
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Ansonsten darf ich an dieser Stelle allen Kollegen hier im Forum fröhliche Weihnachten wünschen und einen guten Rutsch ins Jahr 2014!
danke dir Thomas, ja solche Dinge passieren leider bei dem Bremssystem, wenn die Luft restlos raus ist und die A-Kammer komplett entleert, kann man die mit der Hand anschieben, den Rest macht dann das Gefälle.
das "Festsetzen" der Waggons mit der Handbremse sollte sich eigentlich bewährt haben? Diese wird aber sehr gerne vergessen, wieder zu lösen, wenn Waggons "abgeräumt" werden. Man verwendet auch sehr gerne ganz "individuelle" Sicherungsmaßnahmen gegen das "Ablaufen" (oftmals langt eine Windböe) von Waggons, falls keine "Hemmschuhe" verfügbar sind.
Hier mal ein Beispiel der Trans Namib Railway. Mit freundlicher Genehmigung aus der Fotosammlung von Uwe Albert