Gleisdreieck im DCC Betrieb

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Re: Gleisdreieck im DCC Betrieb

Beitragvon Atlanta » Mi 5. Aug 2015, 09:05

Moin Alex,

wenn ich schon zwei KS Module verwende, dann sollten diese auch parallel mit dem Umschalten der Weiche in der Schaltungselektronik von dem einen aufs andere KS Modul umgeschaltet werden, das ließe sich ja mit dem zweiten Schaltkontakt des Weichenschalters realisieren, der auch die Herzstückpolarisation übernimmt? Somit wäre auch gewährleistet, daß immer nur ein KS Modul aktiv wäre, also für die jeweils entsprechende Fahrstraße.

Beim Littfinski KS Modul ist in der Pdf Dokumentation unter andere Gleisfiguren auch ein GD abgebildet und die Umpolungsweiche gelb als KS Bereich dargestellt und die beiden Abzweigschenel sowie ein Gleisabschnitt vor der Weiche als Sensorgleis dargestellt oder ist mir jetzt eine Fehlinterpretation unterlaufen? Demnach wäre nur ein KS Modul nötig? :frAge:
Schönen Gruß,
Ingo
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Re: Gleisdreieck im DCC Betrieb

Beitragvon tokaalex » Mi 5. Aug 2015, 09:19

...wenn ich schon zwei KS Module verwende, dann sollten diese auch parallel mit dem Umschalten der Weiche in der Schaltungselektronik von dem einen aufs andere KS Modul umgeschaltet werden,

Irgendwie habe ich das Gefühl, Du hast die Arbeitsweise eines KS-Moduls noch nicht verinnerlicht? :frAge:
Wenn KS-Modul, dann funzt das automatisch über Sensorgleise (oder wie bei Lenz über Mikrokurzschlüsse). Ein KS-Modul manuell und parallel zu einer Weiche zu schalten, ergibt überhaupt keinen Sinn, denn dann kann man es auch weglassen und die gesamte KS so verdrahten, dass sie manuell über einen Schalter oder mittels Relais parallel zur Weiche geschaltet wird.
Der Vorteil eines KS-Moduls bei Digitalbetrieb liegt ja darin, dass bei Digital stets die Fahrtrichtung gleich bleibt, egal wie die Gleise gerade gepolt sind. Das wiederum ist die Grundlage für den Vorteil bei Digital, dass man eine KS unter der fahrenden Lok umpolen kann, also ohne wie bei analog anhalten zu müssen. Dazu muss einzig beachtet werden, dass der umzuschaltende KS-Abschnitt selbst länger als der längste darin gefahrene Zug ist.
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Re: Gleisdreieck im DCC Betrieb

Beitragvon Atlanta » Mi 5. Aug 2015, 12:52

Moin Alex,

ich glaube ich verstehe so langsam die Problematik, hoffe ich zu Mindestens? :aufGeben:

Beim Lenz'schen Kurzschlußsystem wird auf die Sensorgleise vor dem KS Bereich verzichtet.

Beim Selectrix System von Littfinski hingegen werden zusätzliche Sensorbereiche vor und hinter dem KS Bereich installiert, somit liegt im Einfahrbereich der Kehrschleife zunächst ein Sensorgleisabschnitt, gefolgt vom KS Bereich, welcher bis über die Weiche hinausragen kann wo beide Seitenschenkel zusammengeführt werden. Wichtig zum Erkennen der Umpolungslage ist dann der Sensorbereich 2. vor der Ausfahrt aus dem GD am anderen Seitenschenkel. Der 3. Sensorbereich nach der Weiche wo beide Seitenschenkel des GD vereinigt wurden wird parallel mit dem Sensorgleisabschnitt 1 oder 2 angeschlossen.

Das Minengelände und Modul 2 in meinem Fall wären dann außerhalb des KS Bereiches, so daß dort mit einer Rangierlok gefahren werden kann.
Wird eine Lok zum Wenden ins GD geschickt, ist diese ja folglich kürzer als der KS Bereich. Wird ein Zug zum Wenden geschickt sollte dieser komplett in der Länge hindurchfahren, nach dem Umlegen der Weiche in die andere Richtung geht das dann hoffentlich auch ohne Probleme? :mx13:
Schönen Gruß,
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Re: Gleisdreieck im DCC Betrieb

Beitragvon tokaalex » Mi 5. Aug 2015, 13:39

Jetzt hast du es fast, nur dass das Selectrix System nicht von Littfinski ist, sondern LDT für alle gängigen Systeme Digitalkomponenten aller Art anbietet... :mx7:
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Re: Gleisdreieck im DCC Betrieb

Beitragvon Atlanta » Mi 5. Aug 2015, 17:29

Moin Alex,

jepp Selectrix wurde in den 1980er Jahren von Trix entwickelt, LDT vertreibt die nach Selectrix System KS Module von denen ich bisher auch nur positive Eigenschaften gehört hatte.

erst deine Ausführungen zur Arbeitsweise der KS Module haben es ermöglicht, diese Materie zu verstehen und nachzuvollziehen. :mx54:

Ich werde über LDT mir ein kurzschlußfreies KS Modul nach Selectrix System zulegen und verbauen, der geringfügig höhere Verkabelungsaufwand lohnt sich aber, hoffentlich? :mx7:

Ein anderes doch ebenfalls wichtiges Thema müssen wir zudem noch ansprechen.

Mit welchen Digitalsystem arbeitet ihr bei der IG Schmalspurbahn Sachsen?

Ich habe derzeit noch das Roco Digitalsystem mit der roten Multimaus, möchte aber auf ein anderes eventuell, besseres Digitalsystem umsteigen.
Das Roco System arbeitet mit liniearem Bussystem, Verzweigungen der Gleisstrecken sind zwar möglich zu realisieren (bei nur wenig Modulen), könnte aber problematisch werden bei mehreren Modulen wenn mehrfach Gleisdreiecke für Verzweigungen sorgen.
Schönen Gruß,
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Re: Gleisdreieck im DCC Betrieb

Beitragvon Burghard » Mi 5. Aug 2015, 18:38

Grüß Dich Ingo!

Bei dem Gleisdreieck in Wegezin- Dennin habe ich auch lange überlegt wie ich es schalten müsste. Ich habe allerdings den Vorteil, daß ein Gleis nur als Umsetzgleis und nicht als weiterführendes Streckengleis genutzt wird. Ich schau mal nach einem Foto.



Mit dem Umschalten der Weiche (oben in der Ecke) mittels mehrpoligen Umschalter wird zusätzlich nur das Gleisstück umgepolt. Eine zusätzliche Polarisierung des Herzstücks ist nicht nötig. Wie sich das alles in Deinem Fall verhält kann ich dir nicht sagen. Bei mir endet das Gleis ja, bei Dir jedoch wird es als Streckengleis weiter geführt.

Sorry, mehr hab ich dazu auch nicht.

Viel Erfolg, Burghard
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Re: Gleisdreieck im DCC Betrieb

Beitragvon Atlanta » Mi 5. Aug 2015, 19:15

Moin Burghard,

Danke für deine Mühe. :mx54:

Alex hatte mir bereits eine ganze Menge weiterhelfen können. :mx7:

Das besondere bei der Otavi Minen und Eisenbahngesellschaft war, daß alle deren Nebenstrecken über Gleisdreiecke mit der Hauptbahn der Otavibahn verbunden waren mit Ausnahme der 16 Km langen Verbindungsbahn zum Netz der DSWAE zwischen Usakos und Karibib, diese Verbindungsbahn konnte nur von aus Swakopmund kommend befahren werden, ebenso die Wendeschleife bei Kranzberg. Kapspurloks aus Windhuk konnten nur in der Kranzbergschleife wenden, welche mit Zweispurgleis ausgeführt war.

Interessant finde ich ja die Verwendung von Gleisdreiecken zur Lokwendung.
Die DSWAE setzte aber überwiegend Doppelloks ein weswegen man keine Gleisdreiecke aufbauen mußte, ein Umfahrgleis genügte.

Betriebstechnisch befand sich aber auch ein Gleisdreieck in Jakalswater an der DSWAE Staatsbahnstrecke darüber wurde aber die Wasserbahn nach Modderfontein und die kleine Betriebswerkstatt angeschlossen, wovon es im Statsbahnnetz insgesamt drei Betriebswerkstätten gab, die Hauptwerkstatt in Karibib und eine weitere kleinere Werkstatt in Windhuk. Die Hauptwerkstatt in Karibib wurde zu Gunsten der O.M.E.G. Werkstatt in Usakos geschlossen.

der Bahnhof von Swakopmund bestach darin, daß es in der Gleisführung eine Kehrschleife mit darin integriertem Gleisdreieck gab.

Ihr liebe Kollegen habt mir alle weitergeholfen, dafür nocheinmal herzlichen Dank. :mx54: :hppy2:
Schönen Gruß,
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Re: Gleisdreieck im DCC Betrieb

Beitragvon tokaalex » Do 6. Aug 2015, 06:07

Moin Ingo,
einem KS-Modul ist es vollkommen egal, welche digitale Spannung, also DCC, Selectrix oder Motorola, Du da durchjagst: Durch die Sensorgleise wird beim Einfahren in die KS die Polarität mit "außen" überprüft und ggf. "passend" geschaltet... feddisch. Bei der Ausfahrt aus der KS geht es im Prinzip genauso und hier kommt der Vorteil von Digital zu tragen, denn die Polarität wird quasi unter dem fahrenden Zug umgestellt, was bei Analog nicht geht.

P.S. Zur Technik der IG guggst Du einfach mal auf unserer Seite unter "", da sollte eigentlich alles Nötige drin stehen... :mx7:
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Re: Gleisdreieck im DCC Betrieb

Beitragvon tokaalex » Do 6. Aug 2015, 09:57

Hallo Ingo,
eine empfehlenswerte Alternative zum KS-Modul von LDT wäre noch das von , weil es als einziges einen integrierten digitalen Weichendecoder besitzt und somit einen Magnetartikel durch den fahrenden Zug schalten kann (falls das bei Dir irgendwie benötigt wird).
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Re: Gleisdreieck im DCC Betrieb

Beitragvon Atlanta » Do 6. Aug 2015, 11:35

Moin Alex,

schau mal hier in die Aufbauanleitung zum von Peter Stärz. Auf Seite 6 untr andere Gleisfiguren ist eine schematische darstellung eines GD und die von mir beschriebene Situation.
Wie Interpretierst du die farbliche Gestaltung?
Gelb der KS Abschnitt (nur die Weiche) und Grün die Sensorabschnitte?
Schwarz das Kehrgleis, in meinem fall das Modul vor dem Minengelände (weitergeführte Bahnstrecke hinter dem GD).
Folglich durfte es wohl egal sein wie lang der KS Bereich vor und hinter der richtungswechselnden Y-Weiche ist, also auch für lange Züge geeignet.
Jede "Schlepptenderlok" (C-1 Kuppler mit Hilfstender) wäre länger als die gelb dargestellte Weiche des KS Bereiches.
Schönen Gruß,
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