Bundeswehr




Alles was sonst nirgends reinpaßt

Moderator: HF110c

Bundeswehr

Beitragvon Benzin & Diesel » So 20. Mär 2022, 13:53

Hallo Freunde der Modellbahn,

hier kann man ja mal auf ein Thema eingehen, was jahrelang als unbedeutend behandelt wurde. Leider zeigt uns der Krieg in der nahegelegenen Ukraine, wie wichtig es immer noch ist, eine Bundeswehr zu haben und / oder sie zu stabilisieren.

Als ich 18 Jahre alt wurde, long time ago, 1975, war es selbstverständlich, das man in die Bundeswehr einberufen wurde. Es hiess dann immer "dein Stahlhelm ist schon gepresst" und so kam es dann auch. D.h. eingezogen wurde ich im Januar 1977, aber ich ging freiwillig, für 4 Jahre, zur Luftwaffe.

Es gab zwar auch die Möglichkeit Zivildienst zu leisten, daß hiess bei uns noch Wehrdienst verweigern. Das wurde einige Jahre später abgeschwächt und erleichertert, sodaß es mehr Zivildienst Leistende gab, dessen Job, als Krankenpfleger oder ähnlicher Tätigkeit, auch nicht leicht war, aber auch nützlich.

Viele Jahre wurden dann ja keine jungen Männer mehr zur Bundeswehr eingezogen. D.h. auch Frauen waren vor Jahren ja auch schon dabei. unsere Bundeswehr bestand nur noch aus freiwilligen Soldaten, die sich beim Heer oder Luftwaffe oder im medizinischen Bereich für Jahre verpflichtet haben.

Zu meiner Zeit gab es die Mannschaftdienstgrade, vom Gefreiten über Unteroffizier bis zum Hauptfeldwebel. Für Abiturienten gab es die Möglichkeit direkt die Offizierslaufbahn einzuschlagen. Das begann mit dem Dienstgrad Fahnenjunker / Fähnrich über Leutnant, Hauptmann, Major bis hin zu Oberstleutnant und Oberst nach vielen Jahren und entsprechenden Prüfungen und Qualifizierungen.

Ich möchte noch sagen, daß meine Dienstjahre, zur Sicherung des Friedens, eine schöne Zeit war. Kameradschaft war super. Mein Dienstgrad als Unteroffizier gab mir zwar eine gewisse Befehlsgewalt, aber es war eher eine Verantwortung für mich, als das ich die Wehrpflichtigen als Untertanen gesehen hätte.

Zum Schluß noch die finanzielle Seite in der Bundeswehr. Da hatte ich immer ein gutes Gehalt, welches mit jedem Dienstgrad stieg und zudem noch eine gute steuerliche Einstufung hatte.

Möge es nur bei deer Aufrüstung, zur Verteidigung des Friedens in Deutschland und Europa bleiben und der Krieg, in der Ukraine, bald beendet werden.
Abschreckung scheint immer noch wichtig zu sein, aber jede Meinungsverschiedenheit und jedes Problem, muß man mit Worten lösen nicht mit Gewalt.

In dem Sinne
Gruß,
Manfred

Mein damaliges Dienstgrad Schulter Abzeichen Stabsunteroffizier (grün Kampfanzug / blau in Luftwaffenuniform)
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Re: Bundeswehr

Beitragvon Schachtelbahner » So 20. Mär 2022, 17:49

Hallo Manfred.

Dieses Thema liegt mir schon lange auf der Seele, habe mich aber nicht getraut meine Meinung dazu kundzutun.

Beim Bund war ich nicht, habe mich erfolgreich über Berlin davor gedrückt. Das hat weder mir, noch dem Bund geschadet. Das hat aber nichts mit meiner Einstellung zum Militär zu tun, die positiv ist. Militär brauchen wir. Wie will man ohne diese Machtstruktur etwas politisch erreichen? Wie das mit Wandel durch Handel geht, sieht man ja, nichts! :mx13:

Ich bin für eine starke Bundeswehr, auch wenn ich nie dabei war, was ganz gut war. Da ich meine Schnauze nicht halten kann, hätte ich nach dienen müssen. Dass in Koblenz Milliarden für nichts verbraten werden, ist eine andere Geschichte.

Ich bin mit Militär aufgewachsen, hier im Hunsrück haben wir ja genug davon und möchte sie nicht missen.
Grüße vom Schachtelbahner Kurt
und bleibt negativ

Nicht vom Leben träumen, sondern Träume erleben.
47 Videos auf meinem Kanal https://www.youtube.com/channel/UC_BKRQ ... -m0nghcywA
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Re: Bundeswehr

Beitragvon Benzin & Diesel » Mo 21. Mär 2022, 10:25

Hallo Kurt,
siehste ... irgendwann kommt die Gelegenheit, mal etwas zur Bundeswehr, kund zu tun.

Das kann man sicher nicht in jedem Forum so unbeschwert machen.

Unter facebook würde ich eher nichts davon schreiben. Da gibt es zu viele extreme
Leute.

Wir zwei können uns hier z.B. ganz normal unterhalten, obwohl unsere Entscheidung damals
entgegengesetzt ausfiel. Du musstest nicht hin und ich habe mich freiwillig für 4 Jahre verpflichtet.

Ehrlich gesagt, sagte man doch damals, zu denjenigen, die ausgemustert wurden "dem hätte es mal ganz gut getan" :-), oder nicht ?
und zu mir, als "Zetti" war man auch nicht unbedingt gkleichgesinnt, denn die meisten mussten den Wehrdienst
unfreiwillig durchziehen, 1977 waren es 15 Monate, mit wenig "Kohle" = Geld = damals D-Mark 165 glaube ich.
Wer und wie konnte man davon leben ?
Das war für mich der Hauptgrund mich zu verpflichten. Es gab nach 3 Monaten Grundausbildung ein gutes Gehalt und eine Verpflichtungsprämie
von ca. 3000 D-Mark.

Das liebe Geld ist auch heute sicher immer noch Anreiz gewisse Dinge zu tun, z.B. Auslandseinsatz, wurde früher mit doppeltem Gehalt
entlohnt ... wie es heute ist, weis ich nicht ...

ich hoffe, daß hier noch andere ihre Story von der BW erzählen ... Man sagte auch früher Y - Reisen (Kennzeichen) wir buchen, sie fluchen ;-)
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Gruß
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Re: Bundeswehr

Beitragvon Raimund » Mi 23. Mär 2022, 08:19

Moin Manfred,

ich war als West Berliner eigentlich vom Wehrdienst ausgenommen und hätte auch nie hin gemusst.
Aber es kam wie es kam und ich kam damals auch mal so für 4 Jahre zur Bundeswehr.
Leider bin ich aber 2x durch die Uffz Lehrgänge Teil 1 gerasselt, wobei bei der 2. mir nur ein mickriger Punkt gefehlt hatte.

Nun, trotzdem hatte ich mein auskommen mit dem Einkommen und das lag daran, das ich zwar im "Osten" Stationiert war,
aber als "Wessi" bezahlt werden musste.
Als OG hab ich dann nachher (im letzten Dienstjahr) knapp 3500 DM Brutto gehabt.... Damit lies sich das schon schön leben.
Aber wäre ich nach Brandenburg / Havel gezogen, wäre ich auch als "Ossi" bezahlt worden,
das wären damals 1500 DM Brutto weniger gewesen.

Das war schon eine wilde Zeit, im ehemaligen NVA Land. Am Anfang als ich da aufschlug, das war 2. Quartal 1991, war noch vieles mehr als improvisiert.
Teilweise noch NVA Technik.
AK-47 und BMP (Schützenpanzer NVA - Russische Bauart) waren noch eingelagert.
Marder und G3 waren aber vorhanden, wenn auch da schon sehr anfällig.
Ausser Mörser und 20mm BMK (Marder) hab ich mit allem geschossen, was wir so zur Verfügung hatten.....
Und auch mit AK-47 durften wir mal schiessen. Das war nur einmalig und ich war zur richtigen Zeit mal am richtigen Ort....

Als ich gegangen bin, kam der neue Fleckentarn auf. Wir waren die letzten, die noch Standard Steingrau Oliv hatten.
Auch die Verwendung des PzGrenBtl hatte sich geändert. Von der HSchBrig 42 zur KRK.
Die Rekruten, die im 1 Quartal 1995 kamen, wurden schon richtig auf den neuen Auftrag gedrillt.
Ich durfte auch ausbilden, zusammen mit einem 2. OG aus der Kompanie. Auslandseinsätze hatten wir als solche ja nicht.
Mittlerweile ist die Einheit aufgelöst und die Liegenschaften an die Stadt Brandenburg / Havel zurück gegangen.

Der Blick auf die Bundeswehr ist etwas verblasst mit der Zeit, aber seitdem die Russische Armee an der Grenze zur Ukraine zusammengezogen wurde, kam der Focus zur Bundeswehr zurück. Ich finde es gut, das die Endlich mal das bekommen soll, was ihr zusteht. Aber das wie, wird wie immer eine Katastrophe werden.
Liebe Grüße aus der Südheide
Raimund

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Re: Bundeswehr

Beitragvon Benzin & Diesel » Mi 23. Mär 2022, 11:39

Moin moin,
das ist auch ein schöner Beitrag von dir, Raimund. Du bist zu 100 % eine ehrliche Haut, wenn du hier schreibst, daß du die Prüfung vergeigt hast. Könntest das Gegenteil behaupten und alle würden es glauben.
Das hat auch nix mit IQ zu tun, denn viele haben z.B. Prüfungsangst oder haben auf einmal einen blackout, wenn die Aufgaben vor ihnen liegen.
Das Einkommen war bei dir ja dann auch trotzdem gut genug. Bei mir war damals noch eine Prämie zum Ende nach den 4 Jahren. Es wurde 6 Monate das letzte Gehalt weiter gezahlt. Da ich nach 2 Jahren Stuffz geworden war, gab es schönes Geld, welches wir, als frisch Verheiratete am 8.8.80 gut gebrauchen konnten. Im Januar 1981, nach meiner Entlassung, gönnten wir uns, unsere Hochzeitsreise, für 14 Tage, auf Gran Canaria. Es war bis heute unser einziger weite Flug von 4 Stunden 30 Minuten. Seitdem haben wir zu 99 % Urlaub an der Nord- und Ostsee gemacht.

Ach so, ja BUNDESWEHR, ist ja mein Thread und darauf wollte ich nochmal ergänzend eingehen.

1977 war also mein Stahlhelm gepresst und wie gesagt, ging ich freiwillig, für 4 Jahre zur Bundeswehr. Das Info Gespräch fand in Hannover statt. Aufgrund meiner Ausbildung, zum Speditionskaufmann, machte man mir dort, den Dienst, bei der Luftwaffe, schmackhaft. Ich würde eine 3 - monatiige Ausbildung erhalten und danach in die fernmeldeeinheit nach Münster oder Köln Porz-Wahn, als Fernschreiber, kommen.
Zu Beginn war ich Flieger UA (Unteroffizier Anwärter). Ein kleiner schräger Balken signalisierte es auf meiner Schulterklappe :-) Danach wurde ich GUA (Gefreiter Unteroffizier Anwärter) und da ich nach genau einem Jahr die Prüfung bestand, wurde ich Unteroffizier.
Das war Januar 1978 und ich erst 20 Jahre jung, wurde ich Schichtleiter, mit ca. 8 Wehrpflichtigen, in der Fernschreibstelle. Das war ganz schön Verantwortung und unsere Schicht war
tagsüber, eine Woche von 6-18h, und 2 Wochen nachts, von 18-6h, jedoch dazwischen 1 1/2 Tage frei. Dann noch 2 Tage Kompaniedienst und den Rest der Woche frei. Eigentlich ein Traumjob, denn es war ja FRIEDEN und der Dienst zur Erhaltung des Friedens !!!

Zu den Waffen, Übungen und zur Aufsicht beim Schützen auch gerne noch ein paar Worte.

Für die Prüfung zum Uffz (Unteroffizier) mußte man auch Pistole P1 und Gewehr G3 schiessen, sowie diese Objekte auseinander bauen, ölen und zusammen setzen können.

Für das Schiessen gab es angesetzte Übungstage und Übungsorte, die ich hier nicht nennen möchte, da es bestimmt immer noch unter Geheimhaltung steht.

Zur P 1 und zum G 3 konnte ich auch MG Maschinengewehr und Panzerfaust schiessen, sowie Übungshandgranaten werfen.

Das Aufstellen von Personen aus "Pappe" als Ziel ist nur der Bundeswehr erlaubt. Schützenvereine oder Schiessvereine privat dürfen nur Zielscheiben verwenden.

Ich könnte ein Buch schreiben, von den 4 Jahren, daher komme ich bestimmt nochmal mit einem weiteren Beitrag rum.

FRIEDEN als oberstes Gebot ... PEACE, NO WAR ...

Manfred

unten noch meine Dienstgrade vom Flieger UA, Gefreiten UA und Unteroffizier. Stabsunteroffizier meinen letzten Dienstgrad, hatte ich schon gezeigt.
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Re: Bundeswehr

Beitragvon Raimund » Mi 23. Mär 2022, 13:17

Moin,

das halbe Jahr nach der Dienstzeit hab ich auch Geld bekommen, allerdings nur noch 75%. War aber immer noch n guter Batzen.
Einzige Bedingung war, das ich nicht beim Öffentlichen Dienst anfange zu arbeiten.
War eh wurscht, weil ich keine Verwaltungsausbildung habe / hatte. Ich hab dann als Lagerist bei nem Namhaften Radio Fernseh Verkäufer angefangen. Und so hab ich dann sehr gut gelebt..... bis das die Übergangsgebührnisse beendet wurden....

Meine Schulterstücke OG und OG UA hab ich auch noch, zusammen mit den PzGren Litzen.

Hehe, Panzerfaust ist das einzige was ich nie in der Hand hatte. G3, P1 (meine hatte noch die Bezeichnung P38 und sogar noch ein Hakenkreuz drauf) MP (Uzi) und das allseits geliebte / gehasste MG 3 hab ich alle geschossen. MG 3 auf Lafette ist ein "Traum" - schiessen ohne Rückstoß. Ohne Lafette musste gut aufpassen. Die kürzeste Schussfolge hab ich mal auf 2 Schuß hinbekommen. Freaks bekommen sogar Einzelfeuer hin, aber das braucht echt Übung.
Zerlegen zusammensetzen konnten wir fast blind, zumindest G3 bzw. MG 3, jenachdem was für ein Schütze du warst.

Ich bin ausgebildeter MG Schütze und Truppführer aufm Marder.

Die Übungsorte wo wir immer waren, die gibts ja nicht mehr. PzGren Btl 421 ist ja Anfang 2000er aufgelöst worden, damit auch alle Standortübungsanlagen. Und an welchen Tagen, das ist zu lange her...
Liebe Grüße aus der Südheide
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Re: Bundeswehr

Beitragvon Benzin & Diesel » Mi 23. Mär 2022, 14:05

Hallo Raimund,
da werden auf einmal alle Erinnerungen wieder wach :-)

P 1 blind auseinander und wieder zusammen bauen war bei uns auch Pflicht in ... Minuten (weis ich nicht mehr)

MG ... ja das stimmt, Einzelfeuer war schwer ... Befehl lautete meistens in 3 - 4 Feuerstössen

Habe einige Übungen mitgemacht, wie gesagt auch Panzerfaust auf ausgediente Panzer ... ohne Rückstoß über die Schulter gelegt und keiner darf dahinter stehen

Was ich noch sehr gut und beeindruckend in Erinnerung habe war ein Nachtschiessen mit Leuchtmunition. Du konntest deine eigenen Geschosse und die der Kameraden im Flug sehen

Also wie gesagt, hier wird der Krieg nicht verherrlicht, SONDERN der Dienst und die Übung für den Frieden !!!

Habe noch ein Abschiedsgeschenk meiner Einheit an der Wand und meine Erkennungsmarke ... auch noch nach sooooo vielen Jahren und bin auch in einer Reservisten Gemeinschaft ;-)


[i][size=85]Eine Erkennungsmarke ist eine teilbare oder zweiteilige Metallmarke, die vor allem zur Identifizierung toter Soldaten dienen soll. Auf ihr ist häufig eine Personenkennziffer, ein Landeskennzeichen und die Blutgruppe eingeprägt. Weitere Prägungen wie Rhesusfaktor, Religion oder Impfstatus können hinzukommen. Die Erkennungsmarke wird in der Regel an einer Halskette getragen. Wird der Träger der Marke getötet, soll der Finder einen Teil der Marke mitführen, um später den Tod dokumentieren zu können. Der andere Teil wird bei der Leiche belassen, so dass diese später identifiziert werden kann. Beide Teile der Erkennungsmarke sind grundsätzlich mit identischen Daten versehen. Handelt es sich um eine teilbare Marke, ist diese meist in der Mitte mit einer Sollbruchstelle versehen. Bevor Erkennungsmarken eingeführt wurden, trugen Soldaten beispielsweise eine Kapsel bei sich, worin ein Legitimationsblatt wettergeschützt aufbewahrt wurde.

Ein Soldat trägt die Erkennungsmarke grundsätzlich im Gefechtsdienst. Ausgenommen können Tätigkeiten sein, wo ein Tragen der Marke mit Verletzungsgefahr verbunden ist, und beim Sport.

In der Soldatensprache wird die Erkennungsmarke in Deutschland auch Hundemarke, in Österreich Hundsmarke und in der Schweizer Armee Grabstein genannt.
[/i][/size]
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Re: Bundeswehr

Beitragvon Raimund » Do 24. Mär 2022, 12:47

Moin Manfred,

meine "Hundemarke" musste ich damals abgeben, genauso wie den Truppenausweis. Aber mein Personalstammblatt, das hab ich noch [grin]
Mein Abschiedsgeschenk war ein Bierseidel..... Mittlerweile fungiert der aber so als Vase, weil ich überhaupt kein Bier mehr trinke....

Leuchtspur Munition gabs bei uns ganz selten. Aber die 20mm BMK´s der Marder hatten die fast immer beim Schiessen. Ich hatte auch mal das "Glück" beim Panzerschiessen bei zu sein. So ein Leo 2 ist schon imposant und wir mussten Gehörschutz einsetzen, selbst in 50 m Entfernung.
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Re: Bundeswehr

Beitragvon Benzin & Diesel » Do 24. Mär 2022, 18:35

Hallo Raimund,

jeden Tag hört man schlimme Meldungen vom Krieg in der Ukraine. Umso wichtiger wird es wirklich,
daß in Deutschland wieder schnellstmöglich aufgerüstet wird.

Wenn man den Meldungen glauben kann, wäre es entsetzlich, wenn Putin, Chemische Kampfmittel, einsetzen würde.

Wir haben damals solche Einsätze geprobt, d.h. ABC Alarm und dessen Sofort Schutz Maßnahmen.

Das können nur ausgebildete Soldaten, aber die zivile Bevölkerung, ist da schutzlos, und das wäre grauenhaft.

Ein ABC-Alarm warnt vor einer drohenden Gefahr, die vom Einsatz atomarer (nuklearer), biologischer oder chemischer Kampfstoffe (ABC-Waffen) ausgeht. Er wird auch CBRN-Alarm (chemisch, biologisch, radiologisch und nuklear) genannt.
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Re: Bundeswehr

Beitragvon Raimund » Fr 25. Mär 2022, 08:42

Moin Manfred,

wir in Brandenburg hatten ja noch die alten "NVA - Offiziere und Unteroffiziere" die dann teilweise arg degradiert wurden.
Die haben natürlich das weiter gegeben, was sie einst bei der NVA gelernt hatten.
Das einzige was sich da geändert hatte, war die zur Verfügung stehende Ausrüstung.
ABC Ausbildung hieß dann 10 sek. Zeit um den "Schnuffi" aufzusetzen und das nach einem kürzeren Gewaltmarsch.
Wenn es im Gelände war, Loch oder Senke suchen und rein, Schnuffi rauf.
Zur Ehrlichkeit sagten dann aber auch die Ausbilder, das bei Atomwaffen sich den "Aufwand" sparen kann.
Mittlerweile gibts ja nicht nur die Großen Raketen, sondern auch kleinere die mit Haubitzen verschossen werden können.

Wie weit Putin geht, weiß keiner. Aber er tut immer genau das, was er der Gegenseite vorwirft.
Da hatten wir ja schon das die Ukraine an ABC Waffen experimentiert, zusammen mit den USA. Das wurde dann aber sehr schnell Widerlegt.
Trotzdem macht Putin damit weiter.

Das man die Bundeswehr so dermaßen vernachlässigt hat, das praktisch keine vollständige Einsatzfähigkeit hergestellt werden kann, ist schon arg traurig.

Derzeit muss man den Gegner auf "in einem halben Jahr" vertrösten, weil man vorher nichts machen kann und
wenn der sich nicht drauf einlässt, hat man ganz schlechte Karten, mit dem was man zur Verfügung hat.
Liebe Grüße aus der Südheide
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