Übergabemöglichkeiten zwischen DC analog und DCC digital

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Übergabemöglichkeiten zwischen DC analog und DCC digital

Beitragvon Atlanta » Sa 12. Apr 2014, 13:45

Liebe Forenkollegen,

an anderer Stelle im Forum kam das Thema breits auf, hier ist er ideale Ort, diese Problematik zu besprechen, um den "nettgemeinten, zielführenden Hinweis" des betreffenden Moderators, zu entsprechen.

:gemischtesS:

Ich möchte mir nicht das Recht heraus nehmen, andere Kollegen "missionieren" zu wollen, sondern möchte hier Möglichkeiten aufzeigen was trotz nicht so preisgünstiger, elektronischer Lösungenen, auch mit recht einfachen Mitteln und etwas Schaltungselektrik möglich ist, zu bewerkstelligen.

Für mich persönlich gilt es, "frei nach dem ökonomischen Prinzip", mit einem begrenzten Budget, das bestmögliche Ergebnis zu erziehlen.

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Abb 1. Schematische Darstellung mit Dreischienengleis H0 / H0n30 (H0e)

An Stelle des hier grau dargestellten Übergabebereiches könnte ein elektronisches Trennmodul verbaut werden, diesen Geräten werden aber negative Eigenschaften "nachgesagt", so daß hier die "klassische" Variante dargestellt wird.

Bei allen Varianten ist es notwendig an den Trennstellen alle Fahrschienen, elektrisch von einander zu trennen, hierzu können isolierte Schienenverbinder genutzt werden aber eine einfache, kleine Lücke im Schienenprofil geht auch.

Wichtig bei der hier gezeigten Variante, wir haben links und rechts vom Übergabebereich je eine Trennstelle aller Fahrschienen.

Der graue Übergabebereich kann somit stromlos geschaltet werden.
Dazu kann ein solcher 2 poliger Kippschalter verwendet werden.
Die Schaubilder gibt es auch in deutscher Sprache.
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Beziehen kann man diesen Ein - Aus - Ein Schahlter z.B.

Idealerweise sollte man vieleicht, sich ein Schaubild selbst anfertigen, mit der Beschriftung DC (analog) - Aus - DCC (digital) oder in oder unterhalb einer schematischen Planzeichnung so einbauen, daß der Schalter von Links nach Rechts geschaltet werden kann. wie man den Schalter letztlich einbaut oder anordnet unterliegt dem persönlichen "Geschmack".

Man kann den Übergabebereich auch mit einem EIN <--> EIN Schalter umschalten, man würde dann auf die Stromlosschaltung verzichten, dieses kann aber zu Störungen führen, die man mit der Stromlosschaltung, der ersten Variante, versucht zu umgehen und zu vermeiden.

Sinnvollerweise sollte auf einer Modellbahn im sichtbaren Bereich dieser Übergabe Bereich, sich innerhalb einer Station befinden, wo die Triebfahrzeuge auch angehalten werden können, wenn von einem System auf das andere gewechselt wird.

Beim Original wird übrigens ein Stromloser Abschnitt entweder als Schwungfahrstracke durchfahren um von einem System auf das andere System zu wechseln oder innerhalb einer Bahnstation wird zunächst das eine System abgeschaltet und nach kurzer Zeit das andere System eingeschaltet, also vom Prinzip die Ein - Aus - Ein Variante.

Beispiel Hamburger S-Bahn: Stromloser Abschnitt als Schwungfahrstrecke bei Neugraben, hier wird von 1200 V DC Stromschiene auf 15.000 V AC 16 2/3 Hz Oberleitung gewechselt.

Beispiel DB AG im Kölner Hbf: Abschalten der 15 kV AC 16 2/3 Hz Oberleitung, kurze Zeit abgeschaltet, dann Einschalten der 25 kV 50 Hz Fahrspannung des französischen, luxembourger, belgischen System.
Schönen Gruß,
Ingo
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Re: Übergabemöglichkeiten zwischen DC analog und DCC digital

Beitragvon Jendris » Mi 16. Apr 2014, 12:58

99 579 hat geschrieben: aus dem ursprünglichen Thread Gemeinschaftsprojekt in Modulen von "99 579" und "GD-87" ............................................

@Thomas.

ob ich auf meiner Anlage auch auf Digital umsteige kann ich noch nicht sagen es sei denn du nimmst mir wieder das Material ab das Du mir verkauft hast :zunGe:
Aber ich bin wirklich am Überlegen ob es nicht eine Möglichkeit gibt den Schattenbahnhof weiterihn analog zu betreiben und den Rest der Strecke bzw. Anlage Digital zu befahren. :roll:


Hallo Volker,

mal eine kleine bescheidene Frage zu dieser Ausführung..............
Was bitte bringt dies?
Eigentlich müsste es doch so sein, dass die komplette Anlage entweder digital oder analog gesteuert werden müsste.
Was macht es für einen Sinn, den Schattenbahnhof analog und die Strecke digital zu steuern?
Sollten analoge Loks im Schattenbahnhof stehen, würden die ja nie auf der digital gesteuerten Anlage fahren können.

Oder bezog sich die entsprechende Steuerung auf die Weichen?

Danke und Gruß
Jendris
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Re: Übergabemöglichkeiten zwischen DC analog und DCC digital

Beitragvon Atlanta » Mi 16. Apr 2014, 23:20

Hallo Kollegen,

zu Volkers Anlage gab es das Problem, daß warscheinlich der Schattenbahnhof noch zu Analogzeiten gebaut wurde und eine nachträgliche Umrüstung auf DCC oder sonstiges Digitalformat, dieverse Probleme bereiten würde.

Der von mir dargestellte Übergabe Bereich und von mir beschriebene Übergabe Bereich, bezog sich eigentlich auf einen Abschnitt der z.B. innerhalb einer Station, stromlos geschaltet werden kann, wo der längste Zug komplett darin Platz findet.

Ich persönlich hatte mal über diese Möglichkeit nachgedacht, sie aber zu Gunsten des DCC Digitalsystems verworfen, dieses bedeutete für mich die Ausmusterung von zunächst 22 Lokomotiven und der Schaffung eines DCC Fuhrparks, die zunächst ausgemusterten Loks werden jetzt Schritt für Schritt umgebaut, bzw DCC Dekoder oder Sounddekoder eingebaut, je nach Bedarf.

Derjenige welcher sich gedanken über Mischbetrien macht, hat entweder einen großen Fuhrpark oder anders herum einen großen oder schwerzugänglichen Schattenbahnhof wo der nachträgliche Einbau von Dekodern für die Gleisbesetztmeldung, bzw. Weichen oder Signale, sofern nötig, eher zu Problemen führen würde, weswegen man sich ja eben entscheidet, mit der "althergebrachten" Analogtechnik dort im Schattenbahnhof, weiterarbeiten zu wollen?
Schönen Gruß,
Ingo
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Re: Übergabemöglichkeiten zwischen DC analog und DCC digital

Beitragvon Atlanta » Do 17. Apr 2014, 02:49

Hallo Carl Martin,

zu dem Zeitpunkt vor meiner Umrüstung auf DCC hatte ich mich mit genau dieser Problematik befaßt, wie Eingangs schon mehrfach angedeutet es auch wieder verworfen und den Totalumstieg gewagt, demnächst besorge ich mir irgendwann einmal eine vernünftige Digitalzentrale, z.B. von Digitrax den "Empire Builder" der mir ermöglicht alle theoretischen 28 F Funktionen auch schalten zu können und auch Mehrfachtraktionen fahren lassen zu können, die innerhalb einer Station zusammengestellt werden können oder auch wieder aufgelöst werden können.

Zu meinen damaligen Analogzeiten war die Überlegung, den Einstig in die Digitalzeit schrittweise erfolgen zu lassen, an Sound dachte ich damals noch nicht, das war damals viel zu teuer, ist aber mittlerweile im Preis rapide gefallen, wenn man die Chance nutzt bei Sonderangeboten zuzuschlagen.

Eben aus dieser Zeit, wo Sounddekoder für mich noch unerschwinglich waren und wo ich mir nicht sicher warmit welchem der beiden Systeme ich fahren wollte stammt die Überlegung der Umschaltung.

Der Gedanke des Mischbetriebes kommt allerdings wieder auf, wenn ich Schmalspur mit Regelspur vereinen möchte und ich kleinste analoge Fahrzeuge nutzen will die sich nicht umrüsten lassen.

Was nutzt mir ehrlich gesagt die theoretische Möglichkeit analoge Fahrzeuge über die Adresse 0 oder 00 auf digitalen Anlagen nutzen zu können, wenn selbst verschiedene "Digitalmodellbahner" sagen, man sollte seinen Analogfahrzeugen nicht im Dauerbetrieb sondern nur zu Testzwecken diese Ansteuerungsmöglichkeit zukommen lassen?
"De facto" hieße das, Digital abschalten und auf Analog umschalten.
Bei geeigneter Anlagen Planung könnte man bei einem Mischbetrieb ja auch eine andere Möglichkeit "ins Auge fassen." Loks im Analogbereich verbleiben im Analogbereich und übergeben nur den Zugverband, die wenigen, vorhandenen Digitalloks, könnten dann im überwiegenden Digitalbereich die Züge zum zweiten Übergabe Bahnhof fahren, dort wird wieder auf das andere System umgerüstet und der Zug verschwindet im analogen Schattenbahnhof.

Stelle dir das als innerdeutschen Grenzverkehr oder Direktionsgrenzverkehr vor, der bis 1993 bei beiden deutschen Bahnverwaltungen beibehalten wurde, von einigen Aunahmen mal abgesehen, somit hätte selbst diese Möglichkeit "gewissen" Vorbildcharakter.

Für mich persönlich, sieht meine derzeitige Anlagenplanung für eine Heimanlage, eine Entlang der Wand Anlage vor im Punkt zu Punktbetrieb einer eingleisigen Shortline, teilweise mit korrespondierender Schmalspur. Auf einen Schattenbahnhof kann ich getrost verzichten, es gibt in den Bahnhöfen und anschließern genug Abstellmöglichkeiten. Mein geringer Lokbestand von maximal 40 Loks, wovon sich aber etliche im Backshop zur Ausbesserung befinden oder sonstwo, stromlos abgestellt sind machen es für mich nicht notwendig, einen Schattenbahnhof nutzen zu müssen, es gibt genug Möglichkeiten die Loks und Waggons sonstwo auf der Anlage zu verteilen.
Schönen Gruß,
Ingo
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