O.M.E.G. Fuhrpark

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Wissenswertes zu Kolonialbahnen in aller Welt und deren Umsetzung als Modellbahnthema

O.M.E.G. Fuhrpark

Beitragvon Atlanta » Fr 7. Aug 2015, 09:37

Liebe Forenkollegen,

per Zufall bin ich an diese drei Sommerbahnwagen von Jouef gekommen, sie stammten aus dem Parkbahn Set der Eggerbahn, als diese über Jouef neu aufgelegt wurden, das war gegen Ende der 1980er Jahre.

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Ich konnte diese Waggons für zusammen 20 € erwerben.

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Eingesetzt werden können diese Waggons als Beiwagen für den Benzoltriebwagen, eine Draisine für den Fernstreckeneinsatz auch "Kronprinz" genannt, wovon es zwei im Bestand der O.M.E.G. gab.

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Diese Wagen können auch als Umbaugrundlage für den Benzoltriebwagen "Kronprinz" herangezogen werden. Im Jahr 1914 stellte dieser Benzoltriebwagen einen Schienenweltrekord auf, welcher bis heute, noch ungebrochen ist, also 38 m/Sek. bei nur 600 mm Spurweite das entspricht etwa 140 Km/h.

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Wie ich die einfachen Holzbänke durch mit rotem Plüsch gepolsterte Bänke umändern kann weiß ich noch nicht.

Der Benzoltriebwagen hatte einen Automotor mit zweiachsigem Triebdrehgestell und einer Nachlaufachse unter dem Rahmen des seitlich offenen Wagens. Der Triebwagen war beidseitig mit einer Trichterkupplung ausgestattet, um entweder die zweite Einheit als Zwilling gekuppelt mitnehmen zu können oder einen Beiwagen mitzuführen. An den Endbahnhöfen des Einsatzgebietes gab es Wendemöglichkeiten, so daß beide Einheiten getrennt operieren konnten. Durch diese Expreßfahrten war es erstmalig möglich, die Gesamtstrecke der Bahnlinie an einem Tag, ohne Übernachtungen, zurückzulegen.

Im heimatlichen Reichsgebiet wurde selbst bei Regelspurbahnen langsamer gefahren.

Der Umbau wird eine Herausforderung.

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Ingo
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Re: O.M.E.G. Fuhrpark

Beitragvon Atlanta » Sa 8. Aug 2015, 08:03

Kleiner Nachtrag zum Benzoltriebwagen der O.M.E.G. der Bauart Kronprinz.

Es gibt zwei Versionen dieses Benzoltriebwagens, eine offene und eine geschlossene Version. Interessanter ist die offene Bauart und somit auch die ältere Version. Im gestrigen Chat am Abend hatte Carl Martin ganz spontane und gute Vorschläge zum Eigenumbau der Parkbahnwagen zur Draisine für den Fernstreckeneinsatz "Kronprinz". Als Windschutz und Frontpartie könnte man eile eines Wiener Straßenbahn N Wagens verwenden (nicht die Baugröße N ist gemeint, sondern der Wagentyp der Wiener Straßenbahn). eine langezogene Motorhaube müßte wohl im Eigenbau hergestellt werden? as Frontdrehgestell bleibt antriebslos, für den Antrieb wird ein Ein-Achs-Antrieb mit 10 mm Motor verwendet geeignet für die Baugröße und Spur N, welcher mit einem DCC Dekoder digitalisiert werden kann, bei anliegenden 12 V DC Fahrspannung erbringt der Antrieb 120 Km/h in Modellgeschwindigkeit was bei diesem Benzoltriebwagen schon sehr nahe an die Realgeschwindigkeit herankommt, der Schienenweltrekord mit 38 m/sek das sind etwa 140 Km/h wurde mit der geschlossenen Version des Benzoltriebwagens im Jahr 1914 aufgestellt.
Für den Rahmen könnte man Messingprofile verwenden.

Benzol erhöht die Klopffestigkeit von Benzin, weshalb es in der Entwicklung der Ottokraftstoffe eine wichtige Rolle einnahm. Einige frühe Lokomotiven mit Verbrennungsmotor benutzen einen Treibstoff, der hauptsächlich aus Benzol bestand. Heute ist es nur noch als Kraftstoffzusatz in einer Konzentration bis zu einem Prozent zulässig. Benzol gilt als giftig, leichtentzündich und krebserregend.

Es reizt mich, dieses Umbauprojekt anzugehen, die noch fehlenden aber bereits schon erwähnten Komponenten muß ich mir noch zulegen. So hätten wir dann auch ein ungewöhnliches Unikat der Epoche I vorzuweisen. Ausgestattet war der Triebwagen mit Trichterkupplungen.

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