Eisenbahn im Bismarck Archipel

Kolonialbahnen in aller Welt
Forumsregeln
Kolonialbahnen in aller Welt:
Wissenswertes zu Kolonialbahnen in aller Welt und deren Umsetzung als Modellbahnthema

Eisenbahn im Bismarck Archipel

Beitragvon Atlanta » Fr 13. Mär 2020, 17:07

Moin Kollegen,

im Jahr 1904 wurden beim Reichsbahnzentralamt in Berlin Planungen und Entwürfe zu einer Eisenbahn auf Neu Pommern im Bismarck Archipel eingebracht.

Leider wollte man anfänglich nicht darüber abstimmen und wartete ein Gesetz zu Eisenbahnen in den Kolonialgebieten ab das vom Bundesrat aber erst 1910 erlassen wurde.

Der Schmalspurerlaß von 1910 regelte die fortan zulässigen Schmalspuren für das gesamte Reichsgebiet inklusive der Kolonialgebiete.

Zulässige Spurbreiten waren fort an nur noch die 600 mm Feldspur und die 1000 mm Schmalspur, bei Eisenbahnnebauten.

Wenn Eisenbahnen von bereits existierenden Netzen erweitert werden sollten, die in anderen Spurbreiten bereits errichtet wurden, waren Erweiterungen nur zulässig, wenn sie an bereits vorhandene Gleise anschlossen.

Die Bahn im Bismarck Archipel war aber in der Sachsenspur von 750 mm geplant worden, leider aber noch nicht angefangen zu bauen, somit fiel sie dem Schmalspurerlaß zum Opfer.

In 600 mm Feldspur wäre die Bahn nicht effizient genug und in 1000 mm zu bauen ging aus topographischer Sicht leider nicht, die Sachsenspur von 750 mm wäre optimal gewesen.

Die bereits bestellten und zur Auslieferung bereitstrhenden Lokomotiven, Wagen und Gleisbaumaterialien, wurden vom Reichsbahnzentralamt storniert, sehr zum Leidwesen der Schwerindustrie und Lokomotiv- und Wagonbaufirmen, die bereits Fahrzeuge und Materialien Versandfertig hatten und noch noch auf die Bezahlung vom Reichsbahnzentralamt warteten.

Man blieb auf den stornierten Sachen sitzen, die Größtenteils schon fertig produziert wurden.

Bild

Man orientierte sich bei der Planung an Deutsch Süd-West Afrika, wollte aber eine etwas wirtschaftlichere Schmalspurbahn haben, als in Deutsch Süd-West.

Auf der Mole der Landungsbrücke sollte sich ein Lagerschuppen befinden.

Eine Besonderheit ist die Gleisverschlingung auf der Landungsbrücke zur Mole.
Schönen Gruß,
Ingo
Bild
G.W.&.A.R.R. in H0 US Süd- und Pfirsichstaat Georgia 1928
L.T.E. – Lübeck Travemünder Eisenbahn Epoche I + II in H0/H0e
Mechanisches Stellwerk
Benutzeravatar
Atlanta
Administrator
 
Beiträge: 2679
Registriert: Fr 27. Sep 2013, 18:18
Wohnort: Lübeck, Schleswig-Holstein

TAGS

Zurück zu Kolonialbahnen

Wer ist online?

0 Mitglieder

cron