Fr 5. Sep 2014, 15:45
Hallo Moritz,
Natürliche Hindernisse wie Felsen geben die Richtung vor, außerdem wäre das Gleis bei einer geraden Ausrichtung um einige cm kürzer ausgefallen, zudem wirkt eine Anlage mit Gleisen parallel zum Rand schnell langweilig. Diese Aspekte sollten schon berücksichtigt werden.
Das Streckengleis im Einfahrbereich links zur Außenbogenweiche, ist bis zur Weiche etwa 30 cm lang, das reicht beim Rangieren für eine Lok zzgl. einen vierachsigen Waggon oder zwei zweiachsigen Waggons. Der Sinn des Timesavers ist es einige Rangiermöglichkeiten schwieriger zu gestalten, wegen begrenztem Platz. Da wird es besonders wichtig, sich vorher zu überlegen welchen Waggon man wann, wohin verschieben muß, um den Rangierauftrag zu erfüllen.
Jenach Betriebssituation blockieren sich verschiedene Fahrzeuge gegenseitig, dennoch kan man im Regulärbetrieb sehr schöne und kniffelige Rangiersituationen erleben.

Im Durchgangsbetrieb, wird es interessant, wenn ein GmP oder PmG in Gleis 2 eingefahren ist und ein Gegenzug abgewartet werden muß, besonders dann wenn schon mit dem Rangieren der Güterwagen angefangen wurde.
Der Bahnsteig soll ja nur an Gleis 2 und 3 a dargestellt werden.
Im Endbahnhofsbetrieb für abgehende Züge kann der Restzug nach dem Lokumlauf bis zum Prellbock rechts zurückgedrückt werden, so steht dann ein Waggon vor dem Gasthaus, der nächste auf der Weiche und der Packwagen am hinteren Ende von Gleis 2, der vordere Teil wird ja noch benötigt, um beladene Waggons und eventuelle leere Versorgungswagen dem Restzug zuzustellen. Ist der Zug dann komplett zur Abreise muß noch die Lok mit Wasser versorgt werden ggfs. vorher noch ihren Brennstoff ergänzen. Im Gegensatz zu den sonst üblichen Gewohnheiten zur Wasserversorgung, muß sich die Lokbesatzung das Wasser aus den Wasserbecken abpumpen.

Im linken Teil der Anlage befindet sich der Bedienabschnitt, im Plan der Teil, wo der Stationsname eingezeichnet ist. Dort wird sich auch eine Hebelbank für die 5 Weichen und für den Mechanismus des Förderturms (Schalter zum wechseln der Laufrichtung des Förderkorbs) befinden.
Die Grundstellung aller Weichen ist bei den Außenbogenweichen 1 und 2 der rechte Ast, bei den einfachen Weichen 3, 4 und 5 der gerade Ast, somit wäre in der Einfahrt Gleis 3 in der Grundstellung zu erreichen.
Will man in Gleis 2 einfahren müssen die Weichen 3 und 5 gestellt werden, für den Lokumlauf werden zunächst erst einmal Weiche 5 zurückgestellt wenn sich die Lok in Gleis 3 a befindet und später wenn die Lok sich bei Weiche 1 befindet noch Weiche 3 zurückgestellt werden.
Will man Waggons von Gleis 1 abholen oder zustellen müssen die Weichen 1 und 2 gestellt werden. Gleis 3 b ist über Weiche 4 erreichbar.
Das Hebelbanksystem arbeitet rein mechanisch mit Bowdenzügen für die Umpolung der elektrisch leitenden Weichenherzstücke sorgt der verwendete Mikroschalter in der Hebelbank.
Leider habe ich absolut keine Ahnung ob man auch bei Schmalspurbahnen ein Stellwerk gebaut hatte, ich gehe aber an Hand alter Fotos davon aus, daß man sich mit Handweichen begnügte, trotz eines sehr dichten Zugverkehrs.