Rahmenbau für meine Anlage

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Rahmenbau für meine Anlage

Beitragvon MP3105 » Mi 27. Apr 2016, 00:35

Hallo
Ich bin dabei meinen Rahmenbau für meine Modellbahnanlage zu planen.

Dabei bin ich auf viele Fragen und Probleme gestoßen.

Zu aller erst bin ich bei der Materialauswahl vor die Frage gestoßen:

- Was für Holz soll ich nehmen?

Für den Trassenbau wird von vielen Sperrholz empfohlen? Das ist sowohl in 10mm und 20mm vorhanden.

Für den Rahmenbau werden immer wieder verschiedene Empfehlungen gegeben.

Einige lassen sich eine Sperrholzplatte zurecht schneiden. Andere nehmen eher passende Latten in den unterschiedlichsten Breiten und Dicken mit jeweils unterschiedlicher Holzart.

Aber Welches Holz ist wirklich am besten geeignet.

Ich habe mich mal im Baustoffhandel erkundigt und mir Schalbretter aus Fichte von 24mm x 100mm anbieten lassen. Das war das preisgünstigste was ich kriegen konnte.
Habe allerdings Angst dass das Holz zu viel arbeitet.
Getrocknetes oder gehobeltes Holz ist direkt um das Dreifache teurer.

Kurz zur Info: Meine Anlage habe ich mit einer zweispurigen Hauptbahn und einer Einspurigen Nebenbahn mit Schattenbahnhof über drei Ebenen geplant.
Da sich die Anlage auf dem heimischen Dachboden befinden wird und ein möglicher Umzug eingeplant ist, soll ein Modulbau entstehen mit Segmenten von maximal 70 - 75 mm Breite.

Damit stehe ich allerdings vor dem nächsten Problem.
Egal wie ich die Segmente plane, irgendwie habe ich immer das Problem dass ich an der Segmentkante mitten in einer Weiche lande.
Zur Behebung des Problems hab ich mir gedacht dass ich die Trasse an der Stelle später einfach ein paar cm länger laufen lasse.
Bin mir aber nicht sicher ob sich dies auch in der Praxis umsetzen lässt.

Würde ich auf Segmente verzichten ließe sich dafür ein Rahmenbau wesentlich einfacher planen.
Dafür hätte ich dann nicht mehr die Möglichkeit später mit der Anlage in andere Räumlichkeiten umzuziehen.
Zudem bietet ein Segmentbau die Möglichkeit während der Baumaßnahme die einzelnen Module hin und her zu schieben um daran besser zu arbeiten.

Vielleicht habt Ihr für mich nützliche Tipps und Ratschläge.
Wie seid Ihr bei dem Rahmenbau vorgegangen?
Schöne Grüße
Michael
MP3105
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Re: Rahmenbau für meine Anlage

Beitragvon Atlanta » Do 28. Apr 2016, 12:19

Moin Michael,

schaue dir mal bei deinem Namensvetter in den USA, unserem Michael Rose, seine Bauweise seines Unterbaus seiner Gustavsburg & Allen Mountain Railroad ab, das ist im wesentlichen das, was für Stationäranlagen gilt und sich am Effektievsten ergeben hat.

Wir Modulbauer machen es auf die althergebrachte Weise eigentlich nicht anders, bloß eit einiger Zeit haben sich neuartige Rahmenbaumethoden im Modulbau ergeben, um etwa abgesenkt, eine Strodurplatte mit einzufügen, aus der dann Landschftsprofile herausgearbeitet werden.

Das Styrodur erfüllt im wesentlichen drei Zwecke miteinander:
Geräuschdämmung
einfach zu bearbeitendes Material, bloß macht nicht soviel Dreck
ähnlich wie Styropor (Lösungsmttel in Farben und Klebstoffen sind Tabu)

Antirutschmatten aus der LKW Logistik werden sehr gerne als Gleisbettunterbau verwendet, ähnlich dem Schaumstoffmaterial vom laufenden Meter von Woodland Scenics/Noch, was einer weiteren Geräuschdämmung entspricht, man ann aber auch ganz klassisch Kork verbauen und einsetzen.

Kork hat den Vorteil, man kann mit lösungsmittelhaltigen Farben und Klebern arbeiten, da echter Kork aus der Rinde der Korkeiche gewonnen wird, ist in der Anschaffung aber relativ teuer.
Schönen Gruß,
Ingo
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Re: Rahmenbau für meine Anlage

Beitragvon Burghard » Do 28. Apr 2016, 17:32

Grüß Dich Michael!

Ich lese, daß Du eine stationäre Anlage bauen möchtest. Sie besteht demnach aus Segmenten und nicht aus Modulen. Dieses hat wiederum den Vorteil, daß Du an keine genormten Übergänge und Größen gebunden bist. Also warum die Segmentrahmen nicht so gestalten, daß die Weichen o.ä. nicht auf den Trennstellen liegen? Rechtwinklig kann ja jeder :hppy2:

Grüße, Burghard
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Re: Rahmenbau für meine Anlage

Beitragvon Schachtelbahner » Do 28. Apr 2016, 19:36

Hi Michael.

Das Lastenheft liest sich ja gut.

Module sind es nicht sondern wie gesagt Segment. Da kannst Du die Segmenttrennstellen so legen wie es passt und der Gleisplan erfordert.

Massivholz kann ich dir nicht Empfehlen, die Weichhölzer verziehen sich alle wegen zu kurzer Lagerzeit. Ich verwende im Modulbau 10 und 15 mm Sperrholz. !5 mm Multiplex für die Kopfstücke und 10 mm für den Rest. Von der Stabilität hat sich das als vollkommen ausreichend gezeigt, alles andere ist nicht Stabiler sondern schwerer. Was ich Empfehle sind Passdübel http://www.hoelleinshop.com/Zubehoer/Kl ... 35&p=28835, für die in die Stirnwände. Beim Zusammenbauen braucht man nichts mehr auszurichten.

Was ich nicht Empfehlen kann sind alle Materialien zur Geräuschdämpfung. Auf dem Dachboden sind große Temperaturunterschiede und somit verändert sich auch alle Materialien und es kann zu Problemen an den Gleisübergängen kommen, einschließlich Kork. Wenn ich meine Anlage heute nochmal bauen würde käme das Gleis direkt auf Sperrholz. Ich finde, den Zug darf man hören, was mir persönlich besser gefällt als wenn ich nichts höre. Lok und 20 Wagen, das hat was.
Grüße vom Schachtelbahner Kurt
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Re: Rahmenbau für meine Anlage

Beitragvon MP3105 » So 1. Mai 2016, 14:47

Hallo und danke für die vielen Tipps

Sicher beim Bau der Segmente bin ich nicht an Form und Größe gebunden.
Da sich meine Anlage auf dem Dachboden befindet muss Sie aber nun mal durch die Bodenluke passen. Somit dürfen die Segmente nicht zu groß werden.

Und da sich meine Anlage über mehrere Ebenen erstreckt mit teilweise vielen Weichen, bleibt mir nichts anderes übrig die Weichen über die Segmentkante laufen zu lassen.

Zum Material hab ich mich für die günstigste Variante entschieden die mir nichts gekostet hat.
Sperrholzplatten vom Baumarkt, die als Transport Material für Zimmertüren gedient haben.
Die sind 18 mm dick und somit denke ich ausreichend.
Schöne Grüße
Michael
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Re: Rahmenbau für meine Anlage

Beitragvon Schachtelbahner » So 1. Mai 2016, 16:55

MP3105 hat geschrieben:Zum Material hab ich mich für die günstigste Variante entschieden die mir nichts gekostet hat.
Sperrholzplatten vom Baumarkt, die als Transport Material für Zimmertüren gedient haben.
Die sind 18 mm dick und somit denke ich ausreichend.


Du kannst auch 24 mm oder mehr nehmen nur stabiler wird es deswegen nicht. Du solltest aber bedenken, die Segmente bekommen durch die Materialstärke ein schönes Gewicht und sollen durch die Bodentreppe gestemmt werden. Mit zunehmenden Alter kann das problematisch werden.

Ich kann ein Lied davon singen.

Meine Module sind zum Teil 120 cm lang X 60 cm und mit 18 mm Tischlerplatte gefertigt weil ich es gut machen wollte, der schiere Wahnsinn. Heute wird für die Stirnbretter 15 mm und für den Rest 10 mm Sperrholz genommen, ist genauso stabil nur halt leichter. Ich hatte auch gedacht, die werden nur einmal transportiert, mag ja sein, aber einmal entnommen und der Ärger ist da. Ich kann`s nur jedem Empfehlen so leicht wie möglich zu bauen, bei mir muss auch alles durch die Luke.
Grüße vom Schachtelbahner Kurt
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Re: Rahmenbau für meine Anlage

Beitragvon MP3105 » So 1. Mai 2016, 23:21

Hallo Kurt

Danke für die konstruktiven Tipps :bigOK:

Ich denke nicht dass mein Baustoffhändler etwas dünneres zu diesem unschlagbaren Preis da hat.

Aber ich denke mit einer Seilwinde könnte ich das Problem in den Griff bekommen.
Bis es aber soweit ist dass ich meine Segmente transportieren muss habe ich noch ein paar tage Zeit :mx16:

Wenn ich dann eines Tages fluchen werde, warum ich nicht doch eine Nummer dünner genommen habe, werde ich mich an die Weisen Worte eines erfahrenen Modellbahn Experten erinnern, der mich gelehrt hat nicht zu dickes Holz zu verwenden. :mx7:
Schöne Grüße
Michael
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