auf der Grundfläche 60 cm x 30 cm plane ich ein kleines H0e Modul, es sollte ein industrielles Thema darstellen und außer einer einzelnen Weiche noch einen Anschließer bedienen, denkbar wäre ein Bohrbetrieb, sowie weitere Bohrbetriebe im Hintergrund, wie auf dieser historischen Postkarte.
Besser sieht man auf der zweiten Ansicht, daß einige Bohrbetriebe über einen Feldbahnanschluß verfügten, womit die befüllten Fässer abtransportiert wurden.
Dieses diente für mich als Inspiration, ein entsprechendes Modul zu planen, mit einem recht ungewöhnlichen aber deutschen Thema der Gewinnung von Rohöl.
wie du sicherlich die letzten Tage mitbekommen hast, ging es hier etwas "drunter und drüber" was mich von der eigentlichen Arbeit meiner Projekte abhielt.
Im Moment baue ich verschiedene Bohrtürme, auch teilverkleidete Bohrtürme, nach dem Raky-System, mit Dampfbohrer, also mit angeschlossenem Maschinenhaus.
Geplant ist, das H0e Gleis von Peco zu nehmen, mir stehen eine Linksweiche, sowie zwei Außenbogen Y-Weichen zur Verfügung, welche so plaziert werden sollen, daß mindestens zwei Bohrbetriebe angeschlossen sind.
Eine kleine Station dient als Versorgungshaltepunkt, welche am durchgehenden Hauptgleis plaziert werden soll, gebaut wird nach einer allseits bekannten Norm, das Holz dafür, muß allerdings noch beschafft werden.
auch wenn man es sich beim Betrachten der alten Bilder nicht vorstellen kann, das ist in Deutschland und nicht in Texas gewesen. Sehr interessantes Thema und auch das Museum in Wietze kann ich nur empfehlen. Übrigens auch interessant, fast um die Ecke gibts 1000mm-Schmalspur in Bruchhausen-Vilsen.
die Abmessungen haben sich bei der Planung etwas verändert, auf grund der Komplexität wird jetzt mit 120 cm x 55 cm geplant, hier ein vorläufiger Gleisplan:
Gleislage an den Übergängen 15 cm zum jeweiligen Rand. 700 mm Radius Peco H0e Code 80 Gleis. Orange = Anschlüsse zu den Bohrbetrieben, Nutzlänge etwa 35 cm. Blau = mögliches Kreuzungsgleis oder Überholgleis, Nutzlänge 80 cm. Stationsgebäude entspricht einer Wartehalle eines Haltepunktes.
kannst du mal auf deinen Plan die ungefähre Position der Bohrtürme einzeichnen? Das würde vielleicht die Gleislage etwas besser erklären. Wenn es möglich wäre würde ich das untere "Kreuzungsausziehgleis mit Anschluss" mit einem grösseren Radius ausführen, Platz dazu dürftest du ja haben?
ja mache ich, wie du aber sicherlich bemerkt hast, stehen mir nur zwei Außenbogen Y-Weichen und eine Linksweiche zur Verfügung. Das Auszieh-, Kreuzungs- und Überholgleis hat zwar einen Radis von 700 mm der erscheint mir aber noch zu gering, wie du richtig bemerkt hast, ist an dieser Stelle noch reichlich Platz, der mit einem großzügigerem Kurvenradius gefüllt werden könnte?
auf Sebastians Empfehlung hin, hier der geänderte Plan mit einer ungefähren Lage der Bohrbetriebe, eie hier stellvertretend als "einheitliche" Türmchen dargestellt sind, diese sind aber später unterschiedlich groß, so daß mehr vielfältige Variationen dargestellt werden können.
Das untere Gleis hat jetzt einen Kurvenradius von 1400 mm erhalten der Anschließer nimmt den hinteren Teil ein.
Nicht erschrecken, wier sind in Deutschland, nicht in Texas
danke dir Ingo, aber bedenke, dass nicht das aus den Türmen direkt in Wagen verladen wurde, da wurde erst noch gereinigt und zwischen gelagert in Tanks, also ich meine das zumindest
wäre es nicht besser, eine richtige Verladestation an zulegen mit Umpump-Anlage also so direkt bis an die Türme die Gleise zu legen?
Das Schwarze "Gold" wurde tatsächlich so wie es kam in Holzfässer verfüllt und dann abtransportiert und erst bei bei Verarbeitung gefiltert und gereinigt und raffiniert. Abtransportiert wurde es teilweise als Ölschlamm oder Ölsand in offenen Kutschwagen, Lastwagen oder Lorenwaggons, teilweise auch in Fässern oder Säcke verfüllt. Rohöl ist je nach Fördertiefe eine dicke zähflüssige bis leichtflüssige Masse.
Schau dir mal in Beitrag #1 das zweite Bild an, der Mann in der Bildmitte füllt Öl in ein Faß ab, dazu schöpft er es aus dem Ölsee mit einem anderem Gefäß, warscheinlich einem Eimer. Soviel schonmal zum Thema Umweltschutz im Jahr 1900.