Gemeinschaftsprojekt —> Bastelgruppe?

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Re: Gemeinschaftsprojekt —> Bastelgruppe?

Beitragvon oligluck » Mi 22. Jan 2020, 17:20

Rolf70 hat geschrieben:Dann ist mir noch eine blöde Sache aufgefallen: Ich kann leider auf den Trassenbrettern die Gleismittellinien nicht markieren (Meine Fräse hat keinen Werkzeugwechsler, so dass ich nicht ohne ausschalten und Positionsverlust zwischen Fräser und Gravierstichel wechseln kann.) Ersatzweise könnte ich eine Schablone konstruieren, die Oliver und/oder ich mit dem 3D-Drucker herstellen und mit der man die Gleismittellinie anzeichnen kann. Wäre das aus Eurer Sicht eine akzeptable Ersatzlösung?


Moin Rolf und alle,
kurz bei einem virtuellem Glas Rotwein gegrübelt, wurde das 3D-Drucksdingsangeworfen.

Ich präsentiere:


Original und Fälschung!




Für Gleismitte oder zum Markieren für Bohrungen. Einstellbar von 5 bis 100mm.
(zugegeben, das hätte man auch mit einem Tüddelband hinkriegen können)

LG Oliver


Nachtrag 24.1.:

Ich habe den Entwurf für das Streichmass etwas verbessert.
Die .stl-Dateien dafür gibt es hier:


(für thingiverse ist das Ding vermutlich etwas zu belanglos:-) )


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Re: Gemeinschaftsprojekt —> Bastelgruppe?

Beitragvon Rolf70 » Mi 22. Jan 2020, 19:29

Wow, Oliver, Du bist echt klasse! Das mit dem Streichmaß ist toll und löst das Problem mit der Mittellinie perfekt!

Bevor wir über die einzelnen Punkte weiterdiskutieren, sollten wir uns wahrscheinlich zunächst zur Philosophie einig werden. Ja, Du hast recht, das was ich bisher konstruiert habe geht in Richtung Modulbausatz. Da Ihr weiter vorn im Thread Standardmodule gezeichnet hattet, hatte ich halt die Idee, diese Module als Bausätze zu realisieren, zumal ich vernommen habe, dass der ein oder andere Modulbauer wenig bis gar kein Holzwerkzeug zur Hand hat. Ich wollte den Holzbau einfach so weit wie möglich vereinfachen. Das ist natürlich aber keineswegs zwingend. Und ja, es ist natürlich mit einem gewissen Verlust an Flexibilität verbunden.
Dies bezieht sich nicht nur auf das Längenraster. Da die Vorder- und Rückseite bei meinem Beispielmodul ja ebenso hoch waren wie die Endseiten, kann man mit diesen Standardelementen weder einen hohen Berg (für einen Tunnel oder auch nur als Hintergrund) noch eine hängende Schlucht gestalten.

Natürlich kann ich ebensogut nur die Endprofile fräsen. Bei geraden Modulen kann sich dann jeder im Baumarkt die Sperrholzstreifen für die Vorderseite, Rückseite und das Trassenbrett zuschneiden lassen und ist damit in Bezug auf Länge und Höhe völlig frei.

Wie wollen wir es machen?

Viele Grüße
Rolf

Edit: Natürlich behalte ich alle Eure Antworten auf meine Punkte im Hinterkopf und werde sie mir erneut durchlesen, wenn wir uns über die Philiosophie einig sind.
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Re: Gemeinschaftsprojekt —> Bastelgruppe?

Beitragvon oligluck » Fr 24. Jan 2020, 15:16

Hallo Rolf,
meine anfangs gezeigten Module sollten eher dazu dienen, dass sich jeder einen Überblick über mögliche Größen verschaffen kann:
r=600 ist ja nun etwas raumgreifend.

Gegen Modulbausätze habe ich nichts; im Gegenteil, sie verhelfen Demjenigen, der womöglich nicht über Werkstatt/Maschinen verfügt, sich simpel etwas zusammen zu zimmern, weil er sich vielleicht ohnehin eher für die Landschaftsgestaltung interessiert (die wesentlich wichtiger ist, zugegeben, nicht meine Stärke...)

Soweit es mich betrifft, wäre ich mit Stirnprofilen völlig zufrieden.

Auch, wenn es nur meine Planung betrifft, eine kurze Beschreibung:
angedacht sind zwei Segmente als ein Modul, mit einem Anschließer darauf. Ob das nun eine Baywa ist oder eine kleine Fabrik, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht fix.
Links und rechts davon je zwei bzw. drei Module, beidseitig mit einem zu definierendem "Stino"-Profil versehen, um größtmögliche Austauschbarkeit zu gewährleisten.

Damit hätte ich etwas mehr als 6m gerade Strecke. Klöppele ich die nun mit Ingos Bahnhof zusammen, bleibt es immer noch gerade, aber irgendwann ist der Raum zuende.
Deshalb schwelte im Hinterkopf, noch ein paar Bögen zu machen, um etwas flexibler agieren zu können.
Diese dürften dann gerne Bausätze sein, da sie rein funktional sind, allenfalls geschottert und begrünt, aber mit eher sparsamer Landschaftsgestaltung.

Von der Warte aus betrachtet, ist dein Vorstoß mit "Bausätzen" durchaus sinnvoll - ich bedaure, wenn es neulich negativ herüber gekommen sein sollte...

Dies beschreibt allenfalls meine Einstellung dazu; was du dazu denkst, genau wie auch Ingo, Frank oder Peter, wäre mindestens ebenso interessant! Oder natürlich jeder andere, der sich hierzu noch nicht zu Wort gemeldet hat.

Ebenso darf auch Kurts Einwand einfließen, wie es bei den Fremo gehandhabt wird (Gleisabstand): Fremo ist zwar für uns nicht maßgeblich, aber natürlich hat es einen Grund, dass der Gleisabstand dort gering ausfällt: je enger, desto besser und schöner.
(und realistischer: hier im Dorf gibt es eine zweigleisige Strecke, dort habe ich 4m gemessen, das wären in H0 46mm).

Die Festlegung auf NMRA "Classic" bildet hierbei einen gangbaren Kompromiss. Nach NMRA-Lesart müssten hier bereits moderne lange Wagen außenvor bleiben, durch die Wahl "Classic".
Mir wäre es das wert, denn so könnte ich auch mal amerikanische Wagen über meine Module fahren sehen, zu denen ich sonst absolut keinen Zugang habe, trotzdem neugierig bin :-)

LG Oliver


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Re: Gemeinschaftsprojekt —> Bastelgruppe?

Beitragvon Rolf70 » So 26. Jan 2020, 11:50

Hallo allerseits

da sind Oliver und ich jetzt wohl auf den gleichen Gedanken gekommen: Das eine tun, ohne das andere zu lassen.

Konkret: Es spricht nichts dagegen, sowohl Endprofile einzeln als auch komplette Modulbausätze zu machen.

Wobei es wahrscheinlich eh sinnvoll ist, reine Rechteckplatten ohne Löcher oder Falze im Baumarkt zu kaufen - die können die viel einfacher herstellen als ich mit der Fräse. Da würde ich dann einfach die genauen Maße mit angeben.

Wobei die Bogenmodule eh noch eine Herausforderung für sich werden - ich kann nämlich mit der Fräse keine Gehrungen herstellen, denn es ist ja nur eine 3-Achsen-Maschine. Vorder- und Rückwände müsste ich da wohl mit der Hand- oder Tischkreissäge herstellen. Aber die gebogenen Trassenbretter sind Teile, die die Fräse gut kann.

Dann gibt es noch die 10 Punkte von vorher (siehe dazu Olivers Beitrag von Seite 5). Ich schreibe jetzt mal meinen aktuellen Stand hin:

1. Die Löcher vorne und hinten dienen sowohl zur Verbindung der Module wie auch zur Befestigung der Beine. Dann würde ich den breiten Profilen zusätzliche Löcher vorn und hinten spendieren, so dass die Beine dort weiter auseinander befestigt werden können. Die Löcher, die beim 275mm-Profil (Peters Profil) vorhanden sind, bleiben aber auf jeden Fall erhalten, sofern sie innerhalb der Geländekontur liegen - das ist nur bei einem Loch beim zweigleisigen Profil nicht der Fall.

2. Zitat von Oliver:
Müssen wir ein Rechteck mit Löchern drin als Norm festlegen? Bereits die Maßgabe "Bohrungen mittig unter den Gleisen und dann im 50mm-Abstand bezogen auf das Hauptgleis" reicht aus, bei beliebiger Breite.
Gern mit Entwässerungsgräben, die würden (bei mir!) dann nach wenigen Zentimetern enden und das Wasser im Boden versickern...

Ich denke, dass wir das Lochbild schon festlegen sollten. Peters Profil hat nämlich nicht nur einfach 50mm-Abstände zwischen den Löchern, sondern auch mal 60mm und nach vorne auch noch ein Loch 5mm tiefer.
Mein Vorschlag hierzu wäre: Das Lochbild von Peters Profil; bei Verbreiterung nach vorne und hinten erweitert um Löcher im 50mm-Raster.

In Bezug auf den Umriss brauchen wir bei einem Rechteck natürlich nichts festlegen.

3. Hier verstehe ich Dich (Ingo) so, dass Du am linken Ende gerne ein zweigleisiges Profil hättest, wobei das Hauptgleis 150mm vom hinteren Rand entfernt sein soll. Soll das zweite Gleis dann davor oder dahinter liegen?
In meinen Augen wird dies ohnehin ein Sonderprofil für Dich (Ingo), da Du oben geschrieben hast, dass Du 62mm Gleisabstand brauchst, während der normale Parallelgleisabstand 52mm betragen soll. (Siehe hierzu auch Punkt 7). Es wird also ein kurzes Übergangsmodul mit einer Gleisverziehung geben müssen. Ingo, das bedeutet aber auch, dass Du Dir die Breite eigentlich frei aussuchen kannst - wenn bei Dir 450mm passen, dann würde ich an Deiner Stelle auf die 50mm nicht verzichten.

4. Ok, dann lasse ich den Mittelspant weg, und die Vorder- und Rückseiten sind nur einfache Rechtecke.
Die Aussparungen für das Trassenbrett würde ich aber gerne bei 12mm Dicke belassen. Wenn Du (Oliver) dünnere Trassenbretter verwendest, dann kannst Du bei der Montage ja eine Leiste unterklemmen, damit das Trassenbrett an der oberen Kante zu liegen kommt.
Es sei denn, wir wollen alle dünnere Trassenbretter - dann sollte ich das gleich passend machen.

Ebenso sind die Falze für die Vorder- und Rückseite zur Zeit auf 12mm Dicke der Vorder- und Rückseite ausgelegt. Soll das so bleiben, oder soll da auch dünneres Sperrholz Verwendung finden?

5. Das Dreieck für die Beine werde ich "pragmatisch konstruieren" (also so, dass möglichst viele davon aus einem Stück Holz herauszuholen sind).

6. Es gibt kein Längenraster. Die Vorderseiten, Rückseiten und die Trassenbretter sind einfache Rechtecke, die jeweils 20mm kürzer sind als die gewünschte Modullänge.

7. Auf Seite 4 hattest Du (Oliver) Franks Profil mit 62mm Gleismittenabstand skizziert. Ingo möchte auch 62mm Gleismittenabstand. Der Standard-Gleismittenabstand beträgt aber wie Du oben geschrieben hast 52mm. Wo wird der Standardabstand angewendet? Auf Deinen inneren (ungenormten) Segmentübergängen? Soll ich den irgendwo vorsehen?

8. Ingo, wie oben unter Punkt 3 schon geschrieben:: Suche Dir die Breite (Tiefe) der Module so aus, dass sie für Dich optimal passt. So wie ich Euch alle verstanden habe, wird jeder seine Module 90 bis 95% der Zeit alleine nutzen - da sollten sie dafür auch wirklich gut geeignet sein.

9.+10. sind erledigt.

Ach ja: Am nächsten Wochenende sitze ich wieder im Zug. Da ist wieder Konstruktionszeit, und dann gibt es auch wieder etwas zu sehen. Den Input, den ich bis dahin bekomme, nehme ich noch mit auf.

Viele Grüße
Rolf
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Re: Gemeinschaftsprojekt —> Bastelgruppe?

Beitragvon Rolf70 » Fr 7. Feb 2020, 21:26

Hallo Allerseits!

Am vergangenen Wochenende habe ich mich wieder mit den Modulkonstruktionen befasst. Zunächst habe ich ganz unspektakulär das Stützdreieck für die Beine konstruiert.
Bild
Edit: Gerade eben habe ich gesehen, dass die Schraubenlöcher viel zu dick sind. Ich hatte versehentlich nicht den Durchmesser, sondern den Radius auf 4mm gesetzt. Im CAD-File habe ich es geändert, aber ich habe jetzt das BIld nicht ausgetauscht.
Edit Ende

Anschließend habe ich mich vor allem um Ingos Module gekümmert, da Ingo mir die meisten Informationen geliefert hatte, wie er diese gerne hätte. Zunächst ist hier die nach Ingos Wünschen geänderte linke Seite:
Bild
Wie gewünscht ist das Modul 400mm tief. Das Hauptgleis liegt im Bild rechts (also später hinten) und seine Mitte ist 150mm von der Hinterkante des Modules entfernt. Die Löcher sind so angelegt, dass bei einer Kombination mit Peters Modul dieses hintere Gleis durchläuft. Hinter dem Gleis (im Bild also rechts davon) würde die Landschaft nahtlos übergehen, davor (also vor allem im Bereich des vorderen Gleises) gäbe es einen Sprung in der Landschaft.
Das aus meiner Sicht entscheidende ist aber, dass das Hauptgleis durchgeht.

Ingo, Du hattest eigentlich um das Profil 3a gebeten. Das bedeutet, Du wolltest hinter dem Gleis eigentlich eine abgerundete Landschaftskontur. Mein Problem hierbei ist, dass bei einem Gleis nur 150mm vom hinteren Rand entfernt nicht mehr genug Platz für eine weitgeschwungene Abrundung vorhanden ist.
Allenfalls könnte ich den Knick etwas abrunden. Soll ich das machen?

Dann ist hier das flache Modulendstück dargestellt.
Bild
Auch hier ist das Lochbild so weit irgend möglich kompatibel zu Peters Modul gehalten.

Natürlich gibt es auch noch Vorder- und Rückseiten für die Module, aber diese bringen wenig neues, weshalb ich keine extra Bilder davon zeige. Sie enthalten natürlich auch einen Falz, um die Deckplatte zu stützen.

Damit es nicht zu langweilig wird, gibt es hier noch zwei Bilder von Ingos Modulen, wie sie zusammengefügt aussehen würden. Zunächst das 60cm lange flache Modul:
Bild
Es ist ein flacher Kasten mit Deckel von 40cmx60cm Größe aus 12mm Sperrholz mit den Löchern zur Modulverbindung. So wie ich es jetzt konstruiert habe, ließe sich dieses Modul ohne Schraubzwingen zusammenbauen. Der Preis dafür ist, dass später auch auf der Vorderseite Schraubenköpfe zu sehen sind. Natürlich kann ich die Schraubenlöcher aus den Längsseiten auch entfernen, aber dann müsste der Anpressdruck beim Kleben anderweitig (also beispielsweise mit Schraubzwingen oder Einhandklemmen) aufgebracht werden.
Hier wüsste ich gerne, wie ich es machen soll.

Und zum Schluss kommt das spannendste Modul, nämlich der Übergang von dem zweigleisigen Normprofil auf das flache Profil bei 90cm Modullänge. Hier war es gut, dass ich die Zusammenbauzeichnung erstellt habe, weil sie mir einen Fehler in der Konstruktion der Deckplatte aufgezeigt hat, den ich dann gleich korrigiert habe.
Bild
Da ich nichts anderes wusste, habe ich sowohl die Längsseiten als auch dieDeckplatte irgendwie geschwungen übergehen lassen, wobei ich viel Platz für den Bahnhof vorgesehen habe. Ist dieser Übergang etwa so, wie Du (Ingo) ihn Dir vorgestellt hast?

Dann sieht man aber auch noch etwas anderes: Auf der linken Seite (am Landschaftsprofil) steht die Stirnseite in der Form der beiden Schotterbetten um 5mm nach oben über. Auf der rechten Seite (am flachen Profil) ist dies nicht der Fall - hier endet das Module völlig eben. Der Grund dafür ist, dass ich keine Ahnung habe, wo hier Gleise liegen würden.
Es gibt hier also grundsätzlich folgende Möglichkeiten:
a) Es bleibt so wie es ist. Dann geht die Korkplatte als Bettung beim flachen Profil bis zum Modulende durch.
b) Das flache Profil bekommt eine ebenso flache 5mm hohe Erweiterung nach oben (also nicht in Form eines Schotterbetts, sondern einfach über die volle Modultiefe).
c) Jedes Gleis bekommt eine Schotterbettform von 5mm Höhe. Diese Lösung würde ich gerne vermeiden, weil dann jedes flache Endprofil individuell wird, je nachdem wo gerade Gleise liegen. Außerdem ist in Bahnhöfen oft kein erhabenes Schotterbett zu sehen, so dass diese Lösung meiner Meinung nach auch nicht sehr vorbildgerecht wäre.

Da ich keinerlei Erfahrung mit dem Modulbau habe, wüsste ich hier gerne, ob Euch die Lösung a oder b besser gefällt.

Dann möchte ich noch wissen, ob es für Euch (im Moment natürlich vor allem für Ingo) ok ist, wenn ich die Deckplatten einfach so massiv lasse und Ihr alle nötigen Löcher und Aussparungen selbst vornehmt. Wenn ich jede Aussparung für einen Stelldraht und jedes Loch für einen Signalfuß oder Baum einarbeiten würde, dann müsste zum einen der Gleisplan bis auf den Millimeter festgelegt werden und zum anderen würde der Konstruktionsaufwand für mich dann sehr hoch, weil jede Moduldeckplatte ein komplett individuelles Lochbild bekommt.
Das einzige, was ich mir hier eventuell noch vorstellen könnte, wäre das Loch für die Drehscheibe, weil das von Hand vielleicht schwierig völlig rund hinzukriegen ist. Dazu müsste ich aber Durchmesser und Position auch genau wissen.

Der nächste Schritt wird nun darin bestehen, dass ich beim örtlichen Holzhändler mal frage, was eine Tafel 12mm Sperrholz kosten würde, damit ich Euch auch sagen kann, was diese beiden Modultypen kosten würden.

So, das war's für heute. Nun bin ich gespannt, ob das ganze Eurer Meinung nach in die richtige Richtung geht und was noch alles anders werden soll.

Viele Grüße
Rolf
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Re: Gemeinschaftsprojekt —> Bastelgruppe?

Beitragvon oligluck » Sa 15. Feb 2020, 15:21

Hallo Rolf,
zunächst die Kurzfassung: absolut klasse!
Nicht etwa, weil ich es mir zu einfach mache, sondern weil mir nichts einfällt, was ich würde besser machen wollen.

Eine Kleinigkeit indes: sieh' bitte noch eine weitere Bohrung im flachen Teil des Landschaftsprofils vor:
Position ist beliebig. Sie hat keine stabilisierende Funktion, dient lediglich dazu, dass ich auch hier eine Schraube setzen könnte, damit zwischen den Modulen kleine Lücke klafft.


Langfassung: bei mir laufen die Seitenteile durch. Das ist der Bequemlichkeit geschuldet, weil ich mir damit Spachtelei spare, wenn die Kästen lackiert werden sollen.
Für einen kurzen und ziemlich bescheuerten Moment hatte ich sogar erwogen, sie zu furnieren.
Der Aufwand steht aber natürlich in keinem Verhältnis zum Nutzen.

An deine Variante mit den durchlaufenden Stirnprofilen musste ich mich erst gewöhnen:
da aber die Montage der Modulkästen dadurch (und durch deine Falze) wesentlich vereinfacht wird, war der Drops nach wenigen Sekunden gelutscht :mx7:

Was die Schrauben oder deren Sichtbarkeit angeht:
wenn ich etwas nicht verstecken kann, dann setze ich es als Stilmittel ein!

Die Stellen für Schrauben sorgsam anzuzeichnen, dann auch den gleichen Abstand zum Rand einzuhalten, ist mir viel zu lästig. Deshalb wird hier gepfuscht, bis der Arzt kommt und später verspachtelt.

Da du die Möglichkeiten hast, ohne viel Aufhebens gleich die Bohrlöcher mit zu fräsen, und das in einer Perfektion, die für jeden von uns nur mit Zeitaufwand zu schaffen wäre, kann ich mich sehr gut mit sichtbaren Schrauben anfreunden!
Es schadet auch nicht, dass du "nur" die Bohrungen machst, weil die Senkungen nur mit unverhältnismäßigem Aufwand (Umspannen) zu realisieren wären:
nachträglich von Hand mit frei geführter Bohrpistole zu senken, ist ein Klacks.
Ich behaupte frech, dass jeder nach 10 Senkungen den Dreh raus hat, dass sie gleichmäßig sind!


Ich begrüße deinen Vorstoß mit der "Serienfertigung"! Es verniedrigt die Hürde, die jemand empfinden mag, der vielleicht nicht den Platz, die Geräte oder die Muße hat, um die "Holzkästen" als Grundlage zu bauen, um darauf dann endlich gestalterisch tätig werden zu können.
Das soll die Wertigkeit keinesfalls schmälern:
ich baue ein Modul, gern auf Schmiege, nach Gefühl, aber mein Bruder tut sich schwer, weil er mir zwar erklären kann, wie ich Pflanzen über den Winter bekomme, aber bei Holzarbeiten gleich das "P" in den Augen bekommt...
(bei der Ausgestaltung der Module ist er mir dann ein äußerst guter Ratgeber)


Ich hatte mir auch Gedanken darüber gemacht, inwieweit vorgefertigte Stirnprofile auch für Bogenmodule anzuwenden sind:
für eine Grafik bin ich gerade faul: aber es geht!

Angenommen (aber bitte wörtlich: angenommen!):
wir einigen uns auf eine möglichst geringe Anzahl an Standardprofilen.

- Stino platt
- Peter in schmal und breit
- vielleicht noch eins

Dann würdest du, Rolf, sie fräsen.
Nutzen wir aus, dass du die technischen Möglichkeiten dazu hast.

Die Profile, die dann für Bögen gedacht sind, wandern zu mir: nutzen wir aus, dass ich über die technischen Möglichkeiten verfüge, Gehrungsschnitte und Holzverbindungen anzufertigen.

Ingo würde dann nur noch einen Schrauber und eine Flasche Leim brauchen.

Paar Pakete hin- und herschicken, ist nun nicht so wild:
6 Euro für DHL tut weh, aber es passt ja viel hinein. Ein paar Gummiteddies gibt es obendrein...


Bis hierhin: drei Leute glücklich!

:mx7:

Oliver


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Re: Gemeinschaftsprojekt —> Bastelgruppe?

Beitragvon Allgäu-Fan » Sa 15. Feb 2020, 19:14

Sorry, das ich momentan nicht soviel beitragen kann, hab so einiges um die Ohren, muss öfter lange arbeiten, wird aber wieder ruhiger.
Rolf, Oli, Ingo, und alle anderen, Dankeschön für eure Mühen, das ist alles erste Sahne...….
Gruß aus dem Hunsrück
Frank
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Re: Gemeinschaftsprojekt —> Bastelgruppe?

Beitragvon oligluck » So 16. Feb 2020, 01:08

Hallo Frank,
das Ganze ist ja ohnehin eher langfristig angedacht.

Ich behaupte zwar, dass ich mal eben schnell nach Lübeck rutschen könnte, aber da ist eher der Wunsch Vater des Gedankens:
ab nächste Woche steigt unsere kleine Familie auf über 30 Haustiere an, die genießen absolute Priorität.
(sie sind es gewohnt, sich mit sich selber zu beschäftigen, die Bespaßung fällt also eher homöopathisch aus. Allerdings war ich bislang wenig erfolgreich darin, den Tierarzt für Hausbesuche zu begeistern)

Ich unterliege Sachzwängen, Peter baut eher entschleunigt. Da passt du doch perfekt dazu :mx7:


LG Oliver


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Re: Gemeinschaftsprojekt —> Bastelgruppe?

Beitragvon Rolf70 » So 23. Feb 2020, 16:45

Hallo,

heute gibt es von mir wieder was dort neues:

@Oliver: Danke für Dein ausführliches Feedback. Die Bohrungen in den breiten, aber niedrigen Seitenteilen werde ich noch einfügen. Ich halte dort einfach das 50mm-Raster weiter ein.

Wenn Du die Bogenmodule machst, ist das toll! Es ist auch nicht zuviel Mühe für mich, bei Stirnseiten für Bogenmodule die Falze entsprechend breiter zu machen, weil die Vorder- und Rückseiten dann schräg drauf stehen.

Offen ist für mich noch die Frage hier in Bezug auf die flachen Modulstirnseiten (zu dem Bild von Ingos langem Modul):
Dann sieht man aber auch noch etwas anderes: Auf der linken Seite (am Landschaftsprofil) steht die Stirnseite in der Form der beiden Schotterbetten um 5mm nach oben über. Auf der rechten Seite (am flachen Profil) ist dies nicht der Fall - hier endet das Module völlig eben. Der Grund dafür ist, dass ich keine Ahnung habe, wo hier Gleise liegen würden.
Es gibt hier also grundsätzlich folgende Möglichkeiten:
a) Es bleibt so wie es ist. Dann geht die Korkplatte als Bettung beim flachen Profil bis zum Modulende durch.
b) Das flache Profil bekommt eine ebenso flache 5mm hohe Erweiterung nach oben (also nicht in Form eines Schotterbetts, sondern einfach über die volle Modultiefe).
c) Jedes Gleis bekommt eine Schotterbettform von 5mm Höhe. Diese Lösung würde ich gerne vermeiden, weil dann jedes flache Endprofil individuell wird, je nachdem wo gerade Gleise liegen. Außerdem ist in Bahnhöfen oft kein erhabenes Schotterbett zu sehen, so dass diese Lösung meiner Meinung nach auch nicht sehr vorbildgerecht wäre.

Da ich keinerlei Erfahrung mit dem Modulbau habe, wüsste ich hier gerne, ob Euch die Lösung a oder b besser gefällt.


@Ingo: An dich geht noch die Frage von oben, ob es ok ist, wenn Du in den Deckplatten Ausschnitte für Stelldrähte, Signale, Lampen,... selbst machst? (Details warum ich es so besser fände in meinem letzten Beitrag mit den Bildern)

@all: Kommen wir zu einem wichtigen, aber auch leidigen Thema: Was kostet der ganze Spaß?
Ich war letzte Woche beim lokalen Holzhändler und habe nach Preisen gefragt. Das Material, das ich mir bisher vorgestellt hatte, nennt er "Multiplexplatte Birke 12mm". Diese kostet 14,45 EUR pro m² +MWSt, also 17,20 EUR/m². Ich habe leider keinen Vergleich, ob das teuer ist oder nicht. Die Tafeln sind 3mx1,5m groß. Wenn ich mir vom Nachbarn den Hänger leihe, müsste ich die laden können (muss ich aber noch prüfen).

Günstigere Alternative wäre "Industriesperrholz" (dies ist das typische Rotholz); das gibt es aber nicht in 12mm. Nächste Dicke wäre 15mm. Hier kostet der Quadratmeter 9,62EUR+MWSt, also letztlich 11,45EUR/m². Dafür würde aber alles dicker und schwerer.

Alle folgenden Kosten sind mit der Multiplexplatte gerechnet. Leider brauche ich auch etwas Verschnitt und an den Seiten muss ich die Platte spannen und kann dort nicht fräsen. Ich nehme mal 20% für Verschnitt an. Dann wäre ich bei einem Preis von 21,50EUR/m² für die effektive Fläche, die die Teile haben.

Damit weitergerechnet ergäben sich folgende beispielhafte Kosten:
- Ingos kurzes Modul, 60x40cm, wie oben abgebildet, komplett: 7,50 Euro
- Ingos langes Modul, 90x40cm, wie oben abgebildet, komplett: 11,90 Euro
- Satz aus 2x Peters Profil schmal (275mm breit) (nur die Profile, also ohne Trassenbretter, Vorder- und Rückseiten): 0,95 Euro
- Satz aus 2x Peters Profil breit (450mm breit) (nur die Profile, also ohne Trassenbretter, Vorder- und Rückseiten): 2,00 Euro

Ist das für Euch so ok?

Viele Grüße
Rolf
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Re: Gemeinschaftsprojekt —> Bastelgruppe?

Beitragvon oligluck » So 23. Feb 2020, 21:43

Hallo Rolf,
die Holzpreise sind völlig okay.

Wenn es hier im Baumarkt eine 20%-Aktion gibt, zahle ich ähnlich viel dafür.
Die Platten sind dann 120x60cm, also hervorragend zu händeln.

Allerdings dürfte ich dann auch mehr Verschnitt haben, also kommt deine Platte im Endeffekt günstiger.
Zumindest, wenn du sie transportiert bekommst, denn es ist ja schon ein amtliches Maß...


Birke Multiplex halte ich für ideal: es ist hart und stabil. Es ließe sich sogar überlegen, die Seiten dünnenr zu machen, aber das obliegt ja sowieso jedem selber.

Eine Alternative wäre Pappelsperrholz, das gibt es im Baumarkt, ist ca. 20% leichter und nur wenig günstiger.
Da es sehr weich ist, ist die Oberfläche empfindlicher.
Bei häufigem Transport würde die Oberfläche bald ramponiert aussehen (ohne Auswirkung auf die Stabilität).

"Industriesperrholz" sagt mir leider nichts: ich vermute, dass es wie der Name suggeriert, eher für konstruktive Zwecke eingesetzt wird und womöglich weniger dekorativ ist?
Das ist aber lediglich eine Vermutung.

Achso, nochmal zum Gewicht: ich habe mal ein typisches Modul durchgerechnet und komme auf 4,5kg (Birke Multiplex) und 4kg (Pappelsperrholz).
Wenn ich dann noch bedenke, dass in beiden Fällen Landschaft und Gleise/Gebäude drauf kommen, ist die Gewichtsersparnis sicher zu vernachlässigen.

Viele Grüße,
Oliver

P.S.:
vermutlich wird sich demnächst Jan-Philipp hier im Thread melden. Zumindest ist er von der Modulidee angetan und wollte sich das Ganze mal angucken.

Ich werde mal spaßeshalber in der kommenden Woche so einen Kasten zusammen kloppen, dabei dann auch Zeit- und Materialeinsatz mit berücksichtigen.
Also, um zumindest eine Hausnummer zu haben.


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