Welches Gleissystem?

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Re: Welches Gleissystem?

Beitragvon Grossbahn » So 22. Nov 2015, 15:22

Erst mal vielen Dank für die vielen Hinweise.

Das mit dem polarisierbaren Weichenherzstück werde ich demnächst mal testen, ob das wirklich so krass ist, wie das hier beschrieben wurde.
Bei der Spur Null hab ich da keine Probleme - obwohl ich da die Möglichkeit habe das Herzstück anzuschließen - hab ich aber nicht gemacht und die kürzeste Lok, die ich da habe, die Köf macht keine Probleme, wahrscheinlich wegen dem eingebauten Energiespeicher.
Meine in H0 vorhandene kleinste Lok ist die V15/BR101, und die soll laut Aussage von Piko keine Probleme auf dem eigenem Gleissystem machen.

Ich werde außerdem mal untersuchen, ob alternativ zur Herzstückpolarisation, das Ausrüsten der Loks mit einem Energiespeicher vielleicht die genialere Lösung ist. :zwnk:
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Frank

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Re: Welches Gleissystem?

Beitragvon Grossbahn » So 22. Nov 2015, 15:47

Hier mal, was PIKO selber zu dem Thema Herzstückpolarisation sagt:

Zitat PIKO:

"Der für das vorbildgetreue Aussehen wichtige Herzstückbereich ist wie beim großen Vorbild aus einzelnen Schienenprofilen zusammengesetzt. Der Spurkranzlauf im Herzstück ist so gestaltet, dass ein taumelfreier Lauf von Loks und Wagen über die Weichen möglich wird.
Die Herzstücke sind so konzipiert, dass der stromlose Bereich kürzer als 25 mm ist. Damit wird eine Stromversorgung auch bei Loks mit kurzem Achsabstand gewährleistet, wie z.B. bei den Kö’s von PIKO. Eine „Polarisierung“ der Herzstücke ist deshalb nicht erforderlich. (Die „Polarisierung“ von Herzstücken sorgt je nach gewählter Stellung der Weichenzungen für eine Spannung auf dem Herzstück, die entweder dem Pol der rechten oder linken Schiene entspricht. Der gravierende Nachteil der Polarisierung liegt im „Aufschneiden“ von Weichen. In diesem Fall verursacht eine durchfahrende Lokomotive immer einen Kurzschluss, da auf dem Herzstück der falsche Pol anliegt.)"


Quelle: http://www.piko-shop.de/index.php?vw_ty ... vw_id=3125
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Re: Welches Gleissystem?

Beitragvon Atlanta » So 22. Nov 2015, 16:35

Moin Kollegen,

wer begeht eigentlich den Frevel und schneidet Weichen auf, mal abgesehen von Rückfallweichen? :mx13: Bei Schleppweichen geht ein Aufshneiden eh nicht, der Versuch würde eher zur Zwangsentgleisung führen. :mx7:
Schönen Gruß,
Ingo
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Re: Welches Gleissystem?

Beitragvon Grossbahn » So 22. Nov 2015, 17:00

Noch ein Hinweis - ich will die Anlage digital betreiben - keinen Kabelurwald mehr unter der Anlage - dann die Dekoder (PIKO/ESU-Sound 4.0), die ich verwenden will, die sind schon für das Anschließen von Speicherbausteinen vorgesehen - die einzige Bastelei wird das Unterbringen im Gehäuse sein.

Demnächst werde ich mal meine Planung vorstellen - zumindest den 1. Bauabschnitt von 3, der beinhaltet z.B. schon 12 Weichen.

Aber wie gesagt - im Dezember werde ich mir mal was bestellen und dann ausgiebig testen.
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Re: Welches Gleissystem?

Beitragvon oligluck » So 22. Nov 2015, 17:10

Atlanta hat geschrieben:wer begeht eigentlich den Frevel und schneidet Weichen auf, mal abgesehen von Rückfallweichen? :mx13:

Ausfahrweichen im Schattenbahnhof wären Kandidaten zum Auffahren, so spart man sich einen Antrieb.
Wenn man soetwas vorhat, fallen natürlich Tillig Elite oder "mein Gleis" aus dem Raster.

Energiespeicher sind nur ein Notbehelf bei verkorksten Weichen, das kann sich Biggoh noch so schön reden.
Und die, die was taugen, kosten gleich richtig, das lässt sich schwerlich mit Sparbrotismus vereinen - möglicherweie wäre der eine oder andere sonst vielleicht vorher schon auf die Idee gekommen :zunGe: :hpy:

Ursachen zu beheben halte ich stets für eleganter, als an Symptomen rumzudoktorn. Das möge natürlich jeder gern anders sehen.

Viele Grüße,
Oliver


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Re: Welches Gleissystem?

Beitragvon Grossbahn » So 22. Nov 2015, 18:00

... ich werde es ausprobieren, denn probieren geht über studieren. :RRSmiley:

Aber geht man mit einem kleineren Schienenprofil nicht die Gefahr ein, dass man mit einigen Modellen Probleme wegen den Spurkränzen bekommt?
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Re: Welches Gleissystem?

Beitragvon Schachtelbahner » So 22. Nov 2015, 18:06

Ich gehe mal davon aus, dass Du kein RP 25 Räder, noch feiner H0pur, verwendest, dann wirst Du auch keine Probleme bekommen. Radwalzen aus den Jahren vor 1980 sind bestimmt auch nicht vorhanden. Wobei fast alle Weichen RP 25 tauglich sind.
Grüße vom Schachtelbahner Kurt
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Re: Welches Gleissystem?

Beitragvon oligluck » So 22. Nov 2015, 18:59

Grossbahn hat geschrieben:Aber geht man mit einem kleineren Schienenprofil nicht die Gefahr ein, dass man mit einigen Modellen Probleme wegen den Spurkränzen bekommt?


Wir reden hier (noch) über 2,1mm, also Code83. Das darf als zeitgemäßes Brot-und-Butter-Profil gelten, da läuft man nicht Gefahr.
Sollte eine Lok nicht damit klar kommen, würde ich eher die Lok verklappen, als an einer Kompatibilität mit Asbach-Modellen festzuhalten.

Im Prinzip ist es bei "Mein Gleis" von Weinert nicht anders, obwohl es Code 75 hat: damit NEM-Spurkränze nicht rattern, wurden die Kleineisen kastriert.
Dafür hat es andere Vorzüge.
Das gehört hier aber weniger hin, denn es geht ja um "günstig und gut" und nicht um "nicht günstig und sehr gut" - zumindest, wenn ich die Fragestellung richtig eingeatmet habe :mrgreen:

Eine olle Binsenweisheit lautet "das gute ist des Besseren Feind", eine andere, die man gerne dagegen setzt, "besser geht immer".
Letztlich möge sich jeder irgendwo positionieren, das ist dann der individuell beste Weg.
Wenn ich mich für Gleis "xy" entscheide, dann ganz bewusst und in Kenntnis dessen, was oberhalb oder unterhalb dessen möglich wäre.

Kaufe dir eine Weiche und ein Flexgleis von jedem Hersteller, der halbwegs infrage kommt, entscheide dann.
In diesem Thread gab es viele hilfreiche Tipps, lies ihn vielleicht nochmal von Anfang an: jeder bislang geschriebene Beitrag war gut, wir kranken sehr häufig an selektiver Wahrnehmung.
Die am Ende der Entscheidungsfindung übrigen Gleise nimmt dann irgendwer, keine Sorge.

Viele Grüße,
Oliver

P.S.: zufällig haben eben ein anderes Forenmitglied und ich telefoniert, dabei auch kurz über Gleise gesprochen, aus anderen und für uns wichtigeren Gründen.
Wir haben beide eine andere Herangehensweise, von denen keine als die "richtige" gilt oder als die "falsche". Vielfalt im Hobby hat was Nettes und der eigene Tellerrand ist nur dazu da, über ihn hinaus zu blicken :mrgreen:


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Re: Welches Gleissystem?

Beitragvon HF110c » So 22. Nov 2015, 20:58

Es gibt laut Konfuzius drei Wege, auf denen ein Mensch lernen kann:
Der erste und einfachste Weg ist der der Nachahmung.
Der zweite ist der schwerste und läuft über eigenes Nachdenken.
Der dritte Weg ist der Bitterste und geschieht über schlechte Erfahrungen.
Letzterer prägt einen Menschen aber immer noch am Nachhaltigsten.

Lieben Gruß

HF110c
Ich muss wohl kaputt sein. Nie funktioniere ich so, wie andere mich gerne hätten.
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Re: Welches Gleissystem?

Beitragvon Atlanta » Mo 23. Nov 2015, 00:54

Der TE Frank kommt aus dem Spur 0 Bereich und hat eventuell bisherige Erfahrunen nur mit Code 100 oder höheren Schienenprofilen gemacht, wer weiß?

Peco bietet in Code 100 ein recht robutes Gleissystem an ähnih manch anderer Herteller mit 2,5 mm Profilen, also auch mit Kurvenstücken und geraden Gleisstücken unterschiedlicher Länge.

Peco Code 75 hat nur wenig mit Code 100 gemeinsam, die weichen und Kreuzungen gibt es wahlweise mit polarisierbaren Herzstücken (Electrofrog) oder auch ohne (Insulfrog), jedoch mit den selben drei unterschiedlichen Baugrößen, kurz, mittel und lang mit einem jeweiligen Herzstückwinkel von 12°.
Geiegnete Profilhöhen für NEM un RP25 Radsätze, für letztere sind Füllstücke manchmal erforderlich.
Code 100 = 2,5 mm
Code 83 = 2,1 mm
Code 80 = 2,0 mm
Code 75 = 1,9 mm
Ab Diesen Codenummern nur noch mit RP25 befahrbar
Code 70 = 1,8 mm

Viele H0 Modellbahner favourisieren die preisgünstige Variante der Herzstückpolarisierung, der Erfog liegt auf der Hand, Schwungfahrten sind nicht immer machbar.

Wem das immer noch zu blödsinnig erscheint, muß den zweiten Versorgungspol auslagern und in die Oberleitung verbannen, dann kann man komplett auf die Polarisirung verzichten und beide Fahrschienen miteinander verbinden und mit einer Polarität einspeisen, AC Radsätze verwenden und bezieht sich die 2. benötigte Polarität aus der verlegten Oberleitung...Stromschiene geht ggfs. auch.
Schönen Gruß,
Ingo
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