Verbinder für Schienenprofile

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Re: Verbinder für Schienenprofile

Beitragvon MP3105 » Mi 27. Apr 2016, 01:14

Hallo Frank
Sicher auch eine Idee
Der Ansatz ist gut.
Ich wäre da aber Vorsichtig.
Ich habe während meiner Ausbildung als Elektriker (ist schon einige Jahre her) schon mal den Fall gehabt, dass ein Kabel mit einer Abzweigdose die im Außenbereich auf einem Flachdach lag und mit Silikon gefüllt war einen Kurzschluss in der Anlage hervorgerufen hat.
Was war passiert?
Eigentlich sollte der Silikon vor Wasserfall schützen und einen Kurzschluss verhindern, war aber in einem gewissen Maße leitend.
Ich will nicht behaupten dass das bei jedem Silikon so ist. War hier aber nicht effektiv.

Bekanntlich ist Luft ja auch ein guter Isolator. Schützt aber dafür nicht vor Metallspäne die mit der Zeit in den Luftspalt der Trennstelle gelangen könnten.

Man sollte bei deiner Vorgehensweise also zu 100 % sicherstellen dass der Kleber nicht leitend ist.
Zudem muss dafür gesorgt werden dass ein glatter Übergang gewährleistet wird um eine Entgleisung zu verhindern.
Eine weitere Problematik die ich sehe:
Bei Temperaturschwankungen kommt es nun mal vor dass der Spalt in der Trennstelle schmaler wird und der Kleber dann überquillt. Das könnte dann zu einer Entgleisung der Lok führen.
Ist aber nur so ein theoretischer Gedanke und ich will deine Idee nicht schlecht Reden. Wenn Sie funktioniert ist es sogar besser als eine offene Trennstelle.
Schöne Grüße
Michael
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Re: Verbinder für Schienenprofile

Beitragvon Atlanta » Mi 27. Apr 2016, 01:54

Moin Kollegen,

es gibt im Fachhandel auch Isolierverbinder aus Kunststoff, selbst diese kann man so kascieren, daß sie einem nicht auffallen, es sei den man hält mit der Digicam im Makromodus darauf.
Schönen Gruß,
Ingo
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Re: Verbinder für Schienenprofile

Beitragvon Schachtelbahner » Mi 27. Apr 2016, 12:50

Gegen Die Isolierverbinder habe ich keine Einwände und wer mit der Lupe auf meiner Anlage nach Fehlern sucht bekommt eins auf die Finger.

Man kann aber diese Lücke auch mit Stabilit Express ausfüllen und das ausgequollene entfernt. Den nehme ich lieber verwende als andere 2 K Kleber. Eine Verkleinerung dieser Lücke ist durch Temperatur nicht zu befürchten, so groß sind die Kräfte nicht. Vorher drückt sich das Gleis aus den Kleineisen. Ich verzichte auf den Kleber, lasse den Spalt aber groß genug damit das Gleis auch Luft hat.

Beim Bau meiner ersten Module hatte ich auf eine absolute dichte Gleisverbindung an den Modulübergängen geachtet. gebaut wurde bei etwa 22°. Nachdem die Module auf dem Dachboden platziert wurden hat mit der Sommer einen Strich durch die Rechnung gemacht, alle Übergänge hatten sich durch Gleisverwerfung gespreizt. Seit dem werden an den Übergängen 2 - 3 mm Lücken verbaut und Ruhe ist.

Angst dass da Metallspäne reinkommen habe ich nicht, wo sollen die herkommen? Mit solchem Grobzeug arbeite ich doch nicht an der Moba.
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Re: Verbinder für Schienenprofile

Beitragvon Grossbahn » Do 28. Apr 2016, 18:26

MP3105 hat geschrieben:Hallo Frank

Ich will nicht behaupten dass das bei jedem Silikon so ist. War hier aber nicht effektiv.



... ich würde sagen, dass Silikon der denkbar ungeeignetste Werkstoff für die elektrische Trennstelle ist.

Wie kommst Du überhaupt auf Silikon? :roll:
Ich wüsste jetzt gar nicht, wie ich das dazwischen bekommen soll. :mx19:

In die Trennstelle sollte schon ein aushärtender und nicht leitender Kleber gebracht werden. Bewegungs- bzw. Ausdehnungsmöglichkeit hat das Schienenprofil dann zum anderen Ende hin oder es schiebt das mit dem Kleber verbundene Schienenprofil dann mit hin- und her.
Es sollte auch ein flüssiger Kleber sein, den man mit einem Tropfen dazwischen setzen kann und der sich durch die Kapilarwirkung rein-zieht.

Natürlich habe ich nichts gegen die handelsüblichen Kunststoffverbinder, die braunen von Tillig für das brünierte Gleis fallen auch nicht so sehr auf.
Aber es gibt ja Situationen, wo eine Trennstelle genau dort hin muss, wo man als erstes hinsieht. Man kann den Verbinder auch ganz weglassen und nur den Trennspalt lassen - dort besteht aber die Gefahr, dass sich dazwischen leitfähiger Abrieb sammelt und keine hundertprozentige elektrische Trennung mehr gewährleistet ist oder durch Ausdehnung schieben sich die Schienenprofile zusammen und dann Knister-Knister.

Da ist dann so ein "Platzhalter" aus ausgehärteten Kleber ganz gut, denn wo ein Körper ist kann kein zweiter sein. :zwnk:
Gruß von der Ostseeküste

Frank

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Re: Verbinder für Schienenprofile

Beitragvon Schachtelbahner » Do 28. Apr 2016, 19:55

MP3105 hat geschrieben:Ich habe während meiner Ausbildung als Elektriker (ist schon einige Jahre her) schon mal den Fall gehabt, dass ein Kabel mit einer Abzweigdose die im Außenbereich auf einem Flachdach lag und mit Silikon gefüllt war einen Kurzschluss in der Anlage hervorgerufen hat.
Was war passiert?
Eigentlich sollte der Silikon vor Wasserfall schützen und einen Kurzschluss verhindern, war aber in einem gewissen Maße leitend.
Ich will nicht behaupten dass das bei jedem Silikon so ist. War hier aber nicht effektiv.


Hier wurde verdammt geschlampt.

Die Dose gehört mit Gießharz, es gibt dazu spezielles, vergossen. Silikon Isoliert auch und ist Wasserfest, jedoch kann man das nicht Formschlüssig auftragen. Als gelernter Elektriker sollte man beides wissen.
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Re: Verbinder für Schienenprofile

Beitragvon MP3105 » So 1. Mai 2016, 01:32

Grossbahn hat geschrieben:
... ich würde sagen, dass Silikon der denkbar ungeeignetste Werkstoff für die elektrische Trennstelle ist.

Wie kommst Du überhaupt auf Silikon? :roll:
Ich wüsste jetzt gar nicht, wie ich das dazwischen bekommen soll. :mx19:



Ich habe nie behauptet dass man Silikon verwenden soll.
Ich wollte nur darauf aufmerksam machen dass man bei der Wahl eines Füllstoffes in der Schienentrennstelle sicher stellen sollte ob dieser Füllstoff auch geeignet ist und nicht evtl. eine leitende Funktion hat.

Schachtelbahner hat geschrieben:Hier wurde verdammt geschlampt.

Die Dose gehört mit Gießharz, es gibt dazu spezielles, vergossen. Silikon Isoliert auch und ist Wasserfest, jedoch kann man das nicht Formschlüssig auftragen. Als gelernter Elektriker sollte man beides wissen.


Es handelte sich damals lediglich um eine Reperatur. Der Kunde hatte uns angerufen da der Schutzschalter ausgelöst hatte.
Es war also eine bestehende Anlage gewissen Alters.
Den Fehler hatten wir dann festgestellt.
Wer den Silikon dort rein gemacht hat stand nicht dabei. Kann halt jeder gewesen sein. Auch einer der nicht vom Fach gewesen sein muss.
Schöne Grüße
Michael
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