Weinert Messingguss-Scheinwerfer mit LED beleuchten

Moderator: Allstromer

Weinert Messingguss-Scheinwerfer mit LED beleuchten

Beitragvon Allstromer » So 28. Jan 2018, 17:43

Von Weinert gibt es kleine Messingguss-Scheinwerfer. Diese sind jedoch nicht vorbereitet für den Einbau einer LED.

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Ich wollte sie aber trotzdem als oberes Spitzenlicht für einen KLv60 verwenden.

Als LED habe ich fertig bedrahtete 0402-LEDs gekauft. Trotzdem muss der Scheinwerfer noch etwas ausgefräst werden, damit die LED und die Glasscheibe genügend Platz haben.

Die erste Lampe ist etwas ausgefräst und ein Loch mit 0.6mm-Bohrer ist gebohrt. Da wird später der Draht durchgeführt. Das Material ist relativ zäh, wie Frau Weinert mir schon sagte. Daher habe ich es erst gar nicht mit der Maschine probiert sondern mit der Hand gebohrt.

Hier das Loch von außen:

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und von innen:

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Der Bohrer hat einen dickeren Schaft mit 2,35mm Durchmesser, so lässt sich der Bohrer mit der Hand gut drehen und auch ausreichend Kraft einbringen:

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So sieht der erste Scheinwerfer fertig aus.

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Er wird noch silbergrau lackiert und einen kleinen Rand vorne bekommen. Das dürfte der Optik nicht schaden. Auf den Bildern sieht das Frontglas in der Vergrößerung schlimmer aus, als es wirklich ist. In den ersten Scheinwerfer ist mir etwas zu viel Klebstoff hineingetropft.

Und hier der zweite Scheinwerfer, den ich sauberer verarbeitet habe:

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Wenn jemand Interesse hat, ich habe vier Messingscheinwerfer übrig, die ich noch mit einer LED ausrüsten kann. Einfach melden, ...


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Re: Weinert Messingguss-Scheinwerfer mit LED beleuchten

Beitragvon Atlanta » So 28. Jan 2018, 19:31

Moin Moritz :Moritz:

Mich würde interessieren, wie die LED im Lieferzustand aussieht und welche Eigenschaften bzw. Typenbezeichnung sie hat, ebenso Stromaufnahme und Durchlaßspannung.

:mx7:
Schönen Gruß,
Ingo
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Re: Weinert Messingguss-Scheinwerfer mit LED beleuchten

Beitragvon Allstromer » So 28. Jan 2018, 21:12

Atlanta hat geschrieben:Moin Moritz :Moritz:

Mich würde interessieren, wie die LED im Lieferzustand aussieht und welche Eigenschaften bzw. Typenbezeichnung sie hat, ebenso Stromaufnahme und Durchlaßspannung.


Hallo Ingo,
hier sieht man die bedrahtete LED, die Messingscheinwerfer (ja, das ist wirklich Messingguss, kein Kunststoff) und die Plexiglasscheiben:

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Ich habe keine Kenndaten zu diesen LEDs, aber so sehr unterscheiden die sich auch nicht. Letztlich muss man eh nach eigenem Geschmack schauen, wie hell man es haben möchte. Ein Vorwiderstand von 5 - 10 kOhm ist auf jeden Fall nicht zu hoch angesetzt. Das bedeutet dann also ca. zwischen 4 und 2 mA Strom (bei 20 Volt)!!!
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Re: Weinert Messingguss-Scheinwerfer mit LED beleuchten

Beitragvon oligluck » Mo 29. Jan 2018, 17:15

Moin Ingo,
warmweiße LEDs werden üblicherweise mit 3V und 20mA angegeben, fast durch die Bank.
(und 3V dürfen gerne 3,2V sein)

Anders als eine Glühlampe, bei der ich an der Spannung herum kurbele, um die Helligkeit einzustellen, wird bei einer LED der Strom eingestellt.
Die von Moritz genannten 2-4mA sind ein guter Einstiegspunkt, um eine realistische Lichtwirkung zu erreichen: 20mA entsprechen da eher einem "Fernlicht" oder gar noch mehr.

An LEDs in Bauform 0402 Kupferlackdraht selber anzulöten, ist schon eine Herausforderung, aber machbar - ich schaffe es nicht an jedem Tag, bin vielleicht auch zu alt oder die Augen sind gebraucht, wer weiß.
Es gibt auch große Unterschiede beim Kupferlackdraht. Der, denn Weinert verwendet und auch anbietet, ist zu empfehlen.
Da wir selten viel Länge benötigen, ist der Preis zu relativieren.

Zum Einstie sind die bereits bedrahteten LEDs natürlich ideal.
Im Moment habe ich sicher warmweiße LEDs in 0603 und 0805 da, diese jedoch in Mengen. Für 0402 müsste ich suchen gehen.
Bei Bedarf tüte ich dir einige zum Testen ein.

Eine gute Einkaufsquelle für kleine Mengen ist der LED-Baron, der hat sich genau auf diese Nische verschrieben.
Meine "Brot und Butter"-LEDs in 0805, die fast überall eingesetzt werden, kaufe ich dann auf einer Rolle. So komme ich auf 2 Cent/Stück, da darf dann auch gerne mal eine runter fallen (muss aber nicht sein, natürlich)

Was die Lichtfarbe angeht, nutzen die Anbieter/Hersteller leider den Interpretationsspielraum aus. Es lassen sich dann die erstaunlichsten Wortkreationen finden.
Bislang bin ich mit "golden white" auf die wenigsten Ausrutscher geraten: es gibt recht gut die Anmutung von Glühlampen wieder.

LG Oliver


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Re: Weinert Messingguss-Scheinwerfer mit LED beleuchten

Beitragvon Atlanta » Mo 29. Jan 2018, 23:49

Moin Kollegen,

Ich hatte bestellen Glasdiamanten mit rückseitiger Beschichtung verwendet, wobei die Spitze an der Rückseite abgefeilt wurde, so daß man sie von hinten beleuchten kann. Eine Mikrobirne oder eine warmweiße LED bringen hierbei schöne Effekte. Für US Loks war das ganz passabel. In den Baldwinlaternen ist meistens auch genug Platz.

Auch Dampfloks hatten vorne links und rechts kleinere Positinslaternen, bei Zugfolgefahrten waren sie nach vorne Grün und beim letzten nachfolgenden Zug in Weiß. Adaptiert wurde das aus Preußen um 1860.
Schönen Gruß,
Ingo
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Re: Weinert Messingguss-Scheinwerfer mit LED beleuchten

Beitragvon Allstromer » Mo 29. Jan 2018, 23:57

Du meinst Glasdiamanten anstelle der Plexiglasscheibe als Lampenglas? Ich denke, das würde zu weit herausstehen. Die Lampe muss ja vorne glatt und bündig abschließen.
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Re: Weinert Messingguss-Scheinwerfer mit LED beleuchten

Beitragvon Atlanta » Di 30. Jan 2018, 01:29

Moin Moritz :Moritz:

Genauso ist es.....

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So sehr stehen diese Glasdiamanten nicht hervor.

Bei dieser Lok waren aber die Diamanten noch nicht beleuchtet, es war mein erster Lokbausatz.
Sie ist aber noch nur analog einsetzbar.
Schönen Gruß,
Ingo
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Re: Weinert Messingguss-Scheinwerfer mit LED beleuchten

Beitragvon oligluck » Do 1. Feb 2018, 16:44

Moin,
ich bin im obigen Beitrag gar nicht auf den Umbau eingegangen...
Der KLV gewinnt auf jeden Fall durch den zusätzlichen Scheinwerfer!

In anderen, vielleicht ähnlichen Fällen, schütte ich UV-Kleber (Bondic o.ä.) in die Scheinwerfer, das lässt sich ganz gut flächenbündig dosieren.
Werden die LEDs hochkant eingeklebt, dann wirken sie mit etwas Phantasie wie Petroleumbrenner - bei jüngeren Epochen lässt sich der UV-Kleber auch gut mit 600er Schleifpapier mattieren, um die LED noch besser zu "verstecken"

Noch ein Zusatz zu den LEDs, aus eigener (leidvoller) Erfahrung:
sie sollten unbedingt isoliert werden, sei es mit Tauchlack oder klarem, ggf. gelblichen Klarlack aus den Revell-Döschen.
In diesem Fall (mit nur dem einen Scheinwerfer) vielleicht nicht so wichtig, denn wenn eine LED Kontakt zum Gehäuse hat, dann zumeist nur mit einem der Kontakte.
Bei einer Metalllok mit zwei Laternen bin ich fast narrisch geworden...

Ich habe nochmal nachgeschaut:
die 0402-LEDs von LED-Baron sind als "golden white" bezeichnet und mit 20mA und 3,1V angegeben.
Andere, mal über Aliexpress gekaufte LEDs sind als "warmweiß" angegeben, mit dem Zusatz 3000K.
Das ist relativ, da weiße LEDs nur einen Bruchteil des sichtbaren Spektrums darstellen.
Bei der Herstellung gibt es Farbunterschiede, die LEDs müssen also selektiert werden.

Wer vorhat, mehrere Fahrzeuge mit gleichem Weißton zu beleuchten, sollte besser von Vornherein eine größere Menge anschaffen, dann stammen sie mit großer Wahrscheinlichkeit aus derselben Charge und es gibt keine sichtbaren Abweichungen.
Es muss ja nicht gleich eine Rolle sein.

Das gilt natürlich sinngemäß auch für die fertig bedrahteten LEDs.
Wer es selber machen möchte:
löte ich dort selber Kupferlackdraht an, dann nehme ich Malerklebeband, klebe es kopfüber mit zwei Streifen Tape fest und habe eine klebrigre Unterlage für die LEDs.
Gelötet wird heiß, aber schnell. Es gibt Ausfälle, aber in zu vernachlässigbarer Größenordnung, vielleicht 5%, eher weniger.
Voraussetzung ist eine gute Lötstation und eine Nadelspitze und das richtige Lötzinn sowie meine Tagesform.
Wenn irgendwas davon nicht stimmt, gibt es Frust. Daher empfinde ich die fertig bedrahteten LEDs als gute Alternative!

LG Oliver


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