Mo 2. Jun 2014, 00:06
Moin,
nachdem mein erster, undokumentierter Soundumbau dieser Lok so gut ankam, möchte ich hier anhand einer weiteren Lok den Umbau darstellen.
Vorgaben:
- freie Sicht im Führerstand
- kein Motorumbau. Der Dreipoler ist zwar nicht das Maß aller Dinge, läuft aber in Verbindung mit dem Esu-Decoder astrein.
Durch Erfahrung im "normalen" Decodereinbau ist diese Lok für mich kein Neuland mehr.
Sie wird zuerst komplett(!) zerlegt und gereinigt.
(Das Foto zeigt ein bereits gefrästes Chassis)
Nicht benötigte Teile (daher unscharf

):
Dafür sind aber ein paar weitere Teile notwendig:
ein Sounddecoder, der passende Lautsprecher und ein bisschen Platinerie:
Nach dem Fräsen und Reinigen (gut ist ein Ultraschallreiniger, nicht nur ein "Brillenreiniger") sieht das Chassis so aus:
und als Passprobe mit Brüllwürfel und Decoder:
Der Lautsprecher wird auf die entfettete(!) Unterseite der Platine geklebt. Das ist besonders wichtig, weil diese Klebeverbindung erst für eine Kapselung sorgt, die für einen satten Sound immens wichtig ist. Es gibt nur einen Versuch...
Das sieht dann ugefähr so aus (Decoder angelötet wie auch die Motorkontakte):
Und von oben, montiert auf dem Chassis:
Das "Drahtgestänge" ist für die Führerstandsbeleuchtung. Kann man noch anmalen, dann wird es unauffälliger. Oder den Sichtbereich der Platine. Und dann muss natürlich noch ein Preiserlein rein, mit der Hand am Rad

Die fertige lok sieht dann so aus:
Oder als Video einer kurzen Testfahrt:
http://youtu.be/T9Fgd9WsGpUMein Fazit:
Der Sound ist, selbst gedrosselt, noch satt genug, um authentisch zu wirken. Ist er abgeschaltet, fehlt irgendwie etwas. Und das kann ich von manch anderen Soundloks nicht behaupten
Die Fahreigenschaften der Lok sind digital klasse. Der Esu-Decoder vermag die fehlende Schwungmasse akzeptabel auszugleichen.
Was nicht heißt, dass ich mir diese Lok nicht vom Hersteller mit Schwungmasse wünsche...
Die Zeit, die der Umbau verschlungen hat, halte ich jedenfalls für angemessen, keinesfalls für vergeudet. Und nur darum geht es ja eigentlich
Danke an Jendris für den Anschub und an Carl für die Inspiration bezüglich des Soundprojekts.
Viele Grüße,
Oliver