Loklaternen aus UV-Kleber modellieren

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Loklaternen aus UV-Kleber modellieren

Beitragvon oligluck » Di 28. Nov 2017, 14:45

Moin,
sicher kennen einige von euch "Bondic", das ist ein UV-aushärtender Klebstoff, der exklusiv über Bauhaus vertrieben wird.

Ich klebe damit SMD-LEDs in Loklaternen ein und modelliere daraus das "Lampenglas".
Hierzu wird die Laterne bis zum Rand gefüllt und dann mittels beiliegender UV-LED ausgehärtet.
Wer möchte, kann nun noch mit feinem Schleifpapier die Oberfläche anrauhen.
Aber: ich habe festgestellt, dass Bondic vergilbt. Ob nun im ausgehärteten Zustand oder in dem kleinen Drückfläschchen, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen.

Bis das geklärt ist, werde ich diesen Kleber ganz sicher nicht mehr benutzen.

In unserem Baumarkt (Globus) gibt es ein Konkurrenzprodukt, es nennt sich "Bluefixx".
Ab Werk ist dieser Kleber farblos-transparent und die Beschriftung weist ihn explizit mit "Farbe: klar" aus.

Ob er diesen Farbton behält oder, ähnlich wie Bondic, nach einer Weile vergilbt, lässt sich natürlich nicht mit Bestimmtheit sagen.
Mit Pech habe ich dann in zwei Jahren das gleiche Desaster...


Manuela, du hast einen vergleichbaren Kleber eines noch anderen Herstellers: hilf' mir bitte auf die Sprünge, wie er hieß, dann kann ich dort mal anrufen.
Ich denke, es reicht, dass ich eine Lok verhunzt habe und neue Laternen besorgen darf, das muss nicht jeder von uns neu durchmachen...


viele Grüße,
Oliver


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Re: Loklaternen aus UV-Kleber modellieren

Beitragvon Manuela » Mo 4. Dez 2017, 05:49

Hallo Oliver,
ich hatte mal einen anderen UV-Kleber probiert, war von Ebay, aber hat nix getaugt, der wollte in der Laterne nicht hart werden, hab ich entsorgt und darauf hin Bondic besorgt, bis jetzt alles gut.

LG Manuela
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Re: Loklaternen aus UV-Kleber modellieren

Beitragvon Schachtelbahner » Mo 4. Dez 2017, 12:25

Hallo Alle,

der Bondic Kleber ist gut und hält was er verspricht. Es besteht nur ein Nachteil. Man sollte ihn nicht auf der Terasse oder Balkon bei schönem Sonnenschein verwenden. Mir ist bei diesem Tun ständig die Tülle verklebt und der ganze Kleber nach kurzer Zeit nicht mehr brauchbar gewesen. Diese kurze Zeit war nur ein paar Tage.

Man muss sich auch überlegen was man damit befestigt. Dort wo kein UV Licht hinkommt, wie bei flachen Gegenständen, ist eine Klebung nicht möglich.

Bei ständiger Anwendung ist der in Ordnung, mit den üblichen Pausen zwischen der Arbeit, bei mir manchmal Monate, ist der Kleber nicht empfehlenswert. Der Kleber und die Tülle trocknen aus.
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Re: Loklaternen aus UV-Kleber modellieren

Beitragvon groebru » Di 5. Dez 2017, 18:12

Was wäre denn eine alternative zu UV-Klebern?

Gruß

Jürgen
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Re: Loklaternen aus UV-Kleber modellieren

Beitragvon Schachtelbahner » Di 5. Dez 2017, 20:28

Überall wo das UV Licht hinkommt ist der Kleber unschlagbar. Es ist alles auf einen Schlag fest. Für alle Flächenklebungen der Sekundenkleber bei dem die Finger sofort festgepappt sind. :Idee: Es gibt natürlich noch andere Klebstoffe, es kommt drauf an was man machen will.
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Re: Loklaternen aus UV-Kleber modellieren

Beitragvon oligluck » Do 7. Dez 2017, 21:36

Moin,
danke für eure Einschätzungen!

Ich gehe mittlerweile auch davon aus, dass der Kleber, sobald er ausgehärtet ist, nicht mehr gilb wird. Zwei Schmalspurloks, die ich vermutlich in 2012 und 2013 umgebaut habe, weisen derlei Verfärbung nicht auf.

Mein "Problem-Bondic" dürfte zwei Jahre auf dem Buckel haben, hat nie eine besondere Behandlung (Kühlung oder dergleichen) erfahren.
Der Fehler dürfte also eher beim Anwender liegen, als beim Kleber.


Jürgen, gerade für den Anwendungsfall "Lampenglas" oder natürlich vergleichbare Fälle, kenne ich keine wirkliche Alternative.
Cyanacrylatklber, also Sekundenkleber, ist übrigens auf eine gewisse Weise das genaue Gegenteil: er zersetzt sich unter Einwirkung von UV-Licht.
Die Dosen, die dafür nötig sind, dürften jedoch nicht einmal bei der Gartenbahn erreicht werden.
Seinen Ruf als "Pfuscher-Kleber" hat er sicher zu Unrecht.

Allerdings ist eins zu beachten: Cyanacrylatkleber härtet unter Luftfeuchtigkeit aus, entnimmt also seiner direkten Umgebung diese.
Das kann miese Nebeneffekte haben: klebe ich damit beispielsweise in einem Wagen und habe zuvor mit den Fingern auf das Fensterplastik getappst, dann würde dieses unweigerlich blind.
Wenn ich irgendein Opfferwägelchen aus der Restekiste in der Mache habe, dann führen solche Effekte allenfalls zu einem "Aha". Bei Einzelstücken sieht es dann ein wenig anders aus...

Es gibt ihn in Blistern mit mehreren kleinen Tuben sowohl von Markenherstellern, als auch noname. Ich bevorzuge diese kleinen Tuben, weil ich dann keine eingetrockneten Tuben frei popeln muss.
Üblicherweise ist er dünnflüssig, es gibt aber auch Gel: da sollte man dann eher von Minutenkleber sprechen, aber er läuft wenigstens nicht in unerwüsche Ecken.

Wo möglich, vermeide ich ihn trotzdem, um das Restrisiko zu minimieren.
Eine Alternative wäre 2K-Kleber, es gäbe "Endfest 200" von Uhu, der kommt in zwei Tuben, aus denen man je einen ungefähr gleichlangen Strand drückt und diese dann vermischt.
Die offene Zeit liegt bei ungefähr 20 Minuten.
Das Konkurrenzprodukt von Pattex heißt "Stabilit", wird aus einem Pulver und dem Härter gemischt, hat jedoch eine offene Zeit, die bei etwa 5 Minuten anzusiedeln ist.
Das mag gelegentlich von Vorteil sein, daher habe ich beide parallel.

Heißkleber dürfte als der "Pfuscherkleber Nummer 1" gelten. Ich liebe ihn und hasse ihn zugleich.

Wir könnten überlegen, einen eigenen Thread für dieses Thema zu eröffnen, denn hier passt es nicht so recht.
Und dort dann ggf. alle Erfahrungen zusammen tragen; Anwendungsfall und Klebstoff gehören ja immer eng zusammen.


Viele Grüße,
Oliver


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Re: Loklaternen aus UV-Kleber modellieren

Beitragvon Schachtelbahner » Sa 9. Dez 2017, 15:40

Hallo Oliver,

die Idee ist gut und so einige werden um diesen Faden froh sein.
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Re: Loklaternen aus UV-Kleber modellieren

Beitragvon Atlanta » So 10. Dez 2017, 05:08

Moin Oliver,

Die Idee mit dem eigenen Thema ist gut, mach Mal.
Schönen Gruß,
Ingo
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Re: Loklaternen aus UV-Kleber modellieren

Beitragvon groebru » Mi 13. Dez 2017, 20:35

Danke für die ausführliche Antwort.
Vom Kleben mit Sekundenleim habe ich schon gehört.
Ich werde evtl. noch "Kristal Klear" von Microscale probieren.
Den nimmt man ja auch zum Verglasen.

Gruß

Jürgen
groebru
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