Fr 24. Jul 2015, 17:42
Hallo,
mal wieder ein kleines Lebenszeichen von mir. Derzeit ist ja auch nicht gerade Hochsaison für unser Hobby - obwohl - wenn's zu heiß ist, ist der Keller ein durchaus angenehmer Aufenthaltsort

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@Andreas: Der Hintergrund ist eine Mischung aus einem zugeschnittenen Fotohintergrund und MZZ Elementen. So richtig überzeugt er mich auch noch nicht. Das kann aber alles noch jederzeit ausgetauscht werden.
Nach dem Umfeld des Stellwerks ging es am hinteren Anlagenrand hinter dem Bahnsteig weiter. Dort soll eine kleine gepflasterte Zufahrtsstraße zum Holzhandel entstehen. Da das Ritzen bisher nicht so meins ist, und ich am hinteren Rand auch nicht so einen Aufwand treiben wollte, habe ich mich für das Faller Straßenpflaster entschieden.


Das ist eine geprägte dünne Hartschaumplatte. Sie lässt sich sehr exakt schneiden, so dass auch Straßenbögen aus entsprechenden Segmenten kein Problem sind. Bei mir verschwenkt die Straße am Anfang leicht. Deshalb wurden entsprechende Segmente ausgeschnitten, und auf einen dünne Pappe als Träger aufgeklebt.
Leider hat die Folie einen entscheidenen Nachteil: Durch die sehr rauhe Oberfläche, ist eine nachträgliche Farbbehandlung recht schwierig.
Aber es gibt eine Lösung: Die Folie wird zunächst mit ganz normaler Vorstreichfarbe/Grundierung aus dem Baumarkt behandelt. Diese Farbe hat recht 'füllende' Eigenschaften und füllt die feinen Schaumstoffporen aus, so dass sich eine wesentlich glattere Oberfläche ergibt. Die lässt sich dann mit den üblichen Methoden Färben und altern.

Diese Behandlung sollte aber auf jeden Fall erst nach dem Zuschneiden und Zusammensetzen der Segmente erfolgen. Auch die Unterseite muss gestrichen werden, um ein zu starkes Verziehen zu vermeiden.
Gewölbt soll die Straße zwar sein, aber sie wölbte sich leider genau falsch herum. Ich habe deshalb nach dem 1. Anstrich mittig einen dicken Draht unter der Pappe befestigt, und die Pappe am Rand auf dem Arbeitstisch befestigt.


Dann kann sie sich beim Trocknen nicht mehr verziehen, und man kann in Ruhe an die farbliche Behandlung gehen.

Zum Schluß noch weiße Pulverfarbe (von Künstlerkreide abgeschabt) mit einem einem harten Borstenpinsel eingebürstet.

Dann kann die so vorbereitete Straße in die Anlage eingebaut werden. Geklebt habe ich das ganze mit einem pastösen Styroporkleber, der die Hohlräume durch die Wölbung überbrücken kann. Kleine Dellen beim Andrücken machen nichts, denn so eine Straße ist auch 'in Echt' alles andere exakt eben.

Hier ist die überstehende Pappunterlage schon mit Geländespachtel abgedeckt. Die Platten rechts an der Wand dienen als Abstandshalter dazu, die Lücke zwischen Geländehaut und Wand sicherzustellen. Das ist wichtug, um den Hintergrund später noch tauschen und anpassen zu können. Ausserdem verhindern sie, dass der Hintergrund verschmutzt wird.

Eigentlich hätte man auch noch den Rand der Pflasterstraße mit Randsteinen oder 2 Reihen gerade gesetzte Steine gestalten können. Da hab' ich aber zu spät dran gedacht. Da es sich aber um eine wenig befahrene Zufahrt handelt, werde ich den Rand etwas von der Vegetation überwuchern lassen ( so etwas wie
) - dann sähe man die Randsteine eh nicht mehr.
Die Folie ist sicher nicht so perfekt wie eine gut geritzte Gipsstraße, aber immer noch besser als eine schlecht geritzte

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Als nächstes geht es dann an die Begrünung der Randstreifen.