Do 8. Okt 2015, 14:18
Moin,
nun ja, "vom Bootsbau inspiriert" würde ich das nun nicht nennen, es war einfach pragmatische Faulheit
Rückwand, also 3mm HDF, hatte ich noch hier. Sie dient hauptsächlich dazu, die Modul-Stirnseiten zu stabilisieren.
Um die Bögen zu bauen, habe ich einen Bogen möglichst präzise zugeschnitten und ihn dann als Kopiervorlage für die Oberfräse benutzt.
Auf diese Weise sind alle Bögen identisch und - glücklicher Zufall - bilden auch gemeinsam einen Kreis.
Die Bögen sollen noch geschottert und begrast werden, danach bekommen sie Plexiglasstreifen als Absturzsicherung.
Leider sind sie nicht zu 100% austauschbar, weil es beim Gleisbefestigen (mit eingeklebtem Messingrohr unter den Schienen) doch geringe Maßabweichungen gab.
Also durfte ich ausprobieren, welche am Besten zueinander passen. Das wird alles noch verschliffen und lackiert, dann merkt das keiner...
Ums sie auch für H0e-Module nutzen zu können, haben sie entsprechende Bohrungen, gemäß dem Schema, das sich Marcel mal ausgedacht hatte.
Die Kästen für das Brücken- und Bahnhofssegment sind jeweils 68cm lang. Das Maß kommt daher, weil ich die Schienenprofile des Dreischienengleises ohne allzu viel Abfall ausnutzen wollte.
Hier mal eine Ansicht des gesamten Ovals:
Mit einer Größe von 3,52 x 1,70m passt es gut in eine Ecke des (ohnehin nie genutzten) Wohnzimmers, ohne dort zu stören.
"Testoval" heißt es natürlich hauptsächlich deswegen, weil ich dort Loks vor und nach dem Digitalumbau testen möchte, aber auch, weil sich daran verschiedene Gestaltungstechniken üben lassen - ohne dass es weh tun würde, wenn es nicht klappt.
Ich habe schon beim Ausformen des Geländes gemerkt, dass ich mich hier wesentlich leichter tue, als meinetwegen bei einem "richtigen" Modul, bei dem ich mich unter Druck gesetzt fühle...
Die Brücke beispielsweise soll auch noch "verostet" werden - hier opfere ich, falls es schiefgeht, nur einen Bausatz, den ich ohnehin mehrfach hatte; bei einer der Hack-Brücken ist die Hemmschwelle um Einiges höher
Ebenso ist "Oberleitung" für mich Neuland; die Bahnhofssegmente sollen eine bekommen, das ist prima zum üben.
Für den Bahnsteig habe ich eine Spörle-Form (Schüttbahnsteig) von Marcel bekommen, allerdings haben sich dort die Pläne leicht geändert, es wird auf einen Haus- und einen Inselbahnsteig hinaus laufen. Formen dafür sind vorhanden.
Damit das EG etwas mehr Platz erhält (das auf dem Foto steht dort nur als Muster), sind die Gleise recht eng aneinander - die Wagen fahren dort mit gerade mal 3mm Abstand aneinander vorbei.
Glück gehabt, würde ich sagen...
Ingo, ich vermute auch, dass es mit den Radsatz-Innenmaßen Probleme gibt. Genau habe ich aber noch nicht herausgefunden, an welcher Stelle genau der Kurzschluss entsteht.
Viele Wagen und Loks machen gar keine Probleme, während es bei Einigen ständig zum Kurzschluss kommt.
Die H0e-Ausfädelungen stammen von einem Anlagenrückbau, während die H0m-Ausfädelungen nagelneu sind.
Hier mal ein Foto von oben:
Die Schiene für Meterspur ist lediglich mit Epoxy aufgeklebt, aber maßhaltig.
Deutlich zu erkennen sind die selbstgestrickten Radlenker, die hinzu kommen mussten.
Sie sind minimal flacher gefeilt, daher ist die Farbe heller. Sobald "Rost" rauf ist, werden sie nicht mehr auffallen.
Viele Güße,
Oliver