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ESU LokPilot V4.0 DCC

Mo 9. Mär 2015, 20:44

Hallo,

ich habe ein Phänomen mit zwei Exemplaren des im Betreff genannten Decoders.
1x 8polig verbaut in Roco BR01
1x PluX22 verbaut in Piko BR193

Einbau hat jeweils problemlos funktioniert. Auch das Einfahren (30 Min je Fahrtrichtung) lief reibungslos.
Nach ein paar Tagen haben beide Loks angefangen während der Fahrt zu ruckeln und das Licht flackert.
Auf Befehle (Geschwindigkeit, Licht) regieren die Loks nur mit starker Verzögerung.
Das Problem ist nicht zeitgleich aufgetreten. BR193 vor ca. 2 Wochen, BR01 heute.
Meine beiden anderen Loks Roco BR182 (LokPilot Standard) und Roco BR189 (Roco Decoder) laufen problemlos.
Gefahren wird auf neuen Geoline Gleisen und gesteuert mit Mulitmaus (aktuelle Software 1.04). Geändert wurde vor den Problemen nichts.

Hat jemand eine Idee woran es liegen könnte?

Gruß
Nico

Mo 9. Mär 2015, 20:44

Re: ESU LokPilot V4.0 DCC

Sa 26. Dez 2015, 19:15

Hallo!

Hast du schon eine Lösung für dein Problem gefunden?

VG
Tody

Re: ESU LokPilot V4.0 DCC

So 27. Dez 2015, 22:15

-
Zuletzt geändert von joe am Mo 11. Jan 2021, 23:20, insgesamt 1-mal geändert.

Re: ESU LokPilot V4.0 DCC

So 27. Dez 2015, 23:58

Hallo,

mit dem ESU LoPi V4 habe ich noch keine Erfahrungen, aber vielleicht bringen die beiden Entstördrosseln (die sehen Widerständen zum Verwechseln ähnlich) in der Roco Lok den Decoder durcheinander. Dann müsste man die beiden Dinger auslöten und gegen Drahtbrücken ersetzen.

Lieben Gruß

HF110c

Re: ESU LokPilot V4.0 DCC

Mo 28. Dez 2015, 15:18

HF110c hat geschrieben:Hallo,

mit dem ESU LoPi V4 habe ich noch keine Erfahrungen, aber vielleicht bringen die beiden Entstördrosseln (die sehen Widerständen zum Verwechseln ähnlich) in der Roco Lok den Decoder durcheinander. Dann müsste man die beiden Dinger auslöten und gegen Drahtbrücken ersetzen.

Lieben Gruß

HF110c


... Richtig! Die Entstörgeschichten (Kondensatoren und Drosseln in der Einspeisung und vor E-Motoren) haben im Digitalsystem nichts zu suchen.

Re: ESU LokPilot V4.0 DCC

Mo 28. Dez 2015, 20:59

Moin,
das ist so nicht korrekt.

Richtig ist: Entstörkondensator und -drosseln sind im Digitalbetrieb nicht notwendig. Dass sie dort nichts verloren hätten, ist jedoch eine übereifrige Annahme.
Die Kondensatoren belasten das Gesamtsystem (wenn die Schnittstelle an falscher Stelle sitzt, sonst ist auch das egal), während die Drosseln ohnehin nur Auswirkung auf die einzelne Lok haben.
Andere Störquellen sind wahrscheinlicher: hierzu gehört die wenig beachtete Unart, Lichtstromleitungen (Wechselspannung) und Digitalstrom in gleichen Kanälen oder grundsätzlich zu dicht beieinander zu verlegen.

Wer Drosseln und Kondensator entfernt, macht nichts falsch; daher darf der Tipp stehen bleiben. Selbst ein Analogbetrieb ist ohne diese Komponenten möglich - die Wahrscheinlichkeit, dass ein direkter Nachbar noch analoges Radio hört, dürfte homöopathisch sein, wobei natürlich ein Restrisiko bleibt.

Da dieser Thread schon älter ist, dürfte das Problem längst aus der Welt sein. Ansonsten schaue ich mir die betroffenen Decoder gerne mal an. Die Fehlerbeschreibung ist jedenfalls nicht typisch für diese oder jene Ursache. Nur von Wahrscheinlichkeiten auszugehen, ist wenig hilfreich (da andere Decoder klaglos arbeiten).

Viele Grüße,
Oliver

Re: ESU LokPilot V4.0 DCC

Di 29. Dez 2015, 12:20

@ Oliver

Es geht ja nicht um die Notwendigkeit von Endstörelementen, diese sollte immer weniger werden - aber bei der Masse der im Einsatz befindlichen Billigelektronik aus Fernost, wäre ich mir da aber nicht so sicher.

... es geht um die Beeinflussung bzw. Störung des aufgesetzten Digitalsignals. Und da sind Drosselspulen bekannt für, wie auch zu dicht an die Digizuleitung gelegte oder gar mit ihr verdrillte, andere (Wechsel-)Stromleitungen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass verdrillte Leitungen auf Grund der dort entstehenden Induktion, Gift fürs Digitalsignal sind.
Ja, und Drosselspulen erzeugen nun mal einen super Induktionsimpuls.

Die Digitalhersteller empfehlen nicht ohne Grund dass Entfernen bzw. dass Nichtbenutzen von alten Entstörbausteinen.

Dies muss natürlich nicht die Hauptursache des oben genannten Fehlerbildes sein, es kann aber in der Fehlerkette zu einer Fehlfunktion beitragen.

Nico würde ich empfehlen alle mechanischen Kontakte an der Lok zu säubern (Schleifer, Räder) und dann wieder testen. Wenn es weiter Probleme gibt, analysieren, an welchen Punkten des Gleissystems diese auftreten - vielleicht immer an einem bestimmten Streckenabschnitt o.ä. und so den Fehler eingrenzen. Aber erst mal sollten alle anderen bekannten Fehlerquellen beseitigt sein, wie eben alte Endstörbausteine.

Re: ESU LokPilot V4.0 DCC

Di 29. Dez 2015, 17:43

Moin Frank,
im Analogbetrieb ist die Verwendung von Funkentstörung vorgeschrieben.
Die Strafen bei Nichtbeachtung sind drakonisch.
Natürlich müsste sich dafür erst ein Geschädigter finden...
Was bei verbreitetem Kabel-, Satellit, Internet- oder sonstwie-Radioempfang egal sein dürfte.

Es gibt Decoderhersteller, die empfehlen, das ist korrekt, trifft aber nicht auf alle zu - Esu z.B..
Von Otto-Normalbahner, der sich sein Roco-Lökchen kauft und dann Blindstecker gegen Decoderstecker austauscht, kann auch nicht erwartet werden, dass er zum Lötkolben greift.
Im Falle von solchen Loks habe ich mir diese Arbeit auch nie angetan, und es waren einige, ich habe sie nicht gezählt :mrgreen:

Da ist es näherliegend, dass es sich um Decoder aus der Anfangszeit des Lopi V4 handelt; Esu hat gefühlt ein halbes Jahr gebraucht, bis eine anständige Firmware vorlag.
Darunter haben sie sehr leiden dürfen. Und für Restbestände von Lopi V3 wurde noch eine ganze Weile der gleiche Preis bezahlt :mrgreen:
Solch' ein älterer Decoder kann auch gut und gerne später verkauft worden sein und hat einfach beim Händler lange gelegen.

Wenn ich Decoder von Esu bekomme, dann ist nicht bei jedem automatisch die aktuelle Firmware drauf.
Und wenn ich welche verkaufe, dann mache ich auf Wunsch ein Update - Viele wollen die Dinger aber versiegelt, da ist das schwerlich möglich :hppy2:


Die Empfehlung an den TE (oder ähnlich Betroffene) darf lauten, zuerst eine saubere Testumgebung zu schaffen, das kann ein simples Gleisoval sein.
Eine korrupte Firmware wäre ebenso eine Möglichkeit, bei zwei Decodern eher unwahrscheinlich.
So lassen sich, ohne großen Aufwand, schon einmal einige mögliche Fehlerquellen ausgrenzen.
Drosseln und Kondensator auszulöten, wäre ein späterer Schritt.
Aber an dieser Stelle unüberlegt vorgeschlagen...

Nur weil ich Schuppen habe, rasiere ich mir ja nicht gleich den Schädel, sondern versuche es erstmal mit Haare waschen :lwgsmiley:

Viele Grüße,
Oliver

Edit:
Text korrigiert. Ich hatte aus Versehen Lopi V3.5 geschrieben, es muss "Lopi V3" heißen.
V3.5 gab es als Loksound, mit verdoppelter Speichergröße gegenüber V3
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