Aufbau Trassenbausatz "Karlsberg" von Noch




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Aufbau Trassenbausatz "Karlsberg" von Noch

Beitragvon benraun777 » Mo 15. Mär 2021, 20:38

Einen schönen Abend an euch alle. Habe mir heute die Zeit genommen den Aufbau des Trassenbausatzes "Karlsberg" von der Firma Noch zu schneiden um das Video auf YouTube zu stellen.
Meine Erfahrung damit war, dass es nicht all zu schwierig war diese aufzubauen, man aber sich wirklich an die Anleitung, die mit dabei ist, halten sollte. Zum Beispiel habe ich einen Montagekleber zum kleben der Holzbrettchen verwendet, weil ich keine Heißklebepistole hatte, aber man sollte doch eine solche verwenden. Tipp von mir, weil das in der Anleitung nicht steht, ein 00 Kreuzschraubendreher ist der idealste Schraubendreher für das montieren der Sockel, für die Pfeiler.


Liebe Grüße Ben

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Re: Aufbau Trassenbausatz "Karlsberg" von Noch

Beitragvon Atlanta » Di 16. Mär 2021, 02:33

Servus Ben,

Ich will bestimmt kein "Spielverderber" sein aber überprüfe doch mal die Durchfahrtshöhe deiner Trassenauffahrt, diese erscheint mir mehr als knapp bemessen zu sein?
Fügst du noch den Bahndamm vom laufenden Meter von Woodland Scenics/NOCH hinzu sind das weitere gut 5 mm Höhe die von der Durchfahrtshöhe abgezogen werden müssen, dann kommen noch die Gleise darauf was vermutlich weitere 4 mm an Höhe kostet. Ob dann noch Fahrzeuge unter der oberen Trasse hindurchpassen mag ich arg bezweifeln.

Das Lichtraummaß wird ab Schienenoberkante gemessen, das der NEM Norm sollte lieber durch das der NMRA Maß ersetzt werden.

Nicht alle in Europe erhältlichen Modelle sind exakt in 1:87 gefertigt, einige Hersteller verwenden auch Maßstäbe bis zur Baugröße 00 im 1:76 Maßstab, dem sollte dann genügend Höhenmaß berücksichtigt werden.
Schönen Gruß,
Ingo
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Re: Aufbau Trassenbausatz "Karlsberg" von Noch

Beitragvon benraun777 » Di 16. Mär 2021, 11:56

Kein Problem Ingo, bin ja für Ratschläge immer Dankbar. Ist ja mit ein Grund warum ich diese Videos mache.

Habe das mir selber gedacht und ausprobiert, die Lok kommt schön durch und es ist noch Platz nach oben. Ein Kranwagen, wird aber nicht durch passen :)

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Was meinst du, wird eine Dampflok auch durch Passen?

Sonnst werde ich das ganze noch etwas anheben.
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Re: Aufbau Trassenbausatz "Karlsberg" von Noch

Beitragvon oligluck » Di 16. Mär 2021, 16:09

Servus Ben,
ich kannte diesen Trassenbausatz noch nicht: er erscheint mir eine pfiffige Lösung zu sein, und der Aufbau funktioniert ohne Dreck!

Es gibt eigentlich nur eine kritische Stelle, was die Durchfahrtshöhe angeht. Hier misst du bitte mal mit aufgelegtem Gleis den Abstand bis zur oberen Trasse!
Beachte dazu bitte auch die NEM 102, die eine lichte Mindesthöhe von 59mm vorgibt, bei Fahrdraht von 65mm.
Diese Werte sind keinesfals zu unterschreiten.

Wenn ich mir die Aufbauanleitung ansehe und dazu lese, dass die Gesamthöhe 110mm beträgt, sollte das nach Augenmaß an dieser Stelle hinhauen, wobei ich die Höhe der Stützen natürlich nur schätzen kann - DU hast jedoch ein Messwrkzeug vor Ort :aRbeit:

Wenn du deine Elloks unter Draht fahren lassen möchtest, dann benötigst du an dieser Stelle auch eine "Tunneloberleitung", sonst würden deine Pantographen beschädigt.
Und dann musst du bitte die Höhe des Fahrdrahtes auch noch berücksichtigen.

Falls du jetzt nicht vorhast, eine Oberleitung zu montieren, dann solltest du sie trotzdem jetzt schon vorbereiten, denn später kommst du dort nicht mehr ran, falls du irgendwann doch Lust auf Oberleitung bekommst.

Montagekleber war gesichert keine falsche Entscheidung: er braucht halt Zeit zum Aushärten, andere Nachteile fallen mir nicht ein.

Falls du erwägst, eine Heißklebepistole zu kaufen (es ist ein herrlich praktisches Gerät, das jeder hat, aber niemand zugibt, zu besitzen...):

ohne Werbung machen zu wollen, mir gefällt der "Gluepen" sehr gut. Er wird von Bosch vertrieben:



Die Aufheizzeit beträgt wirklich nur 15 Sekunden, er ist handlich und wird über USB aufgeladen.
Die Betriebsdauer ist mit 30 Minuten angegeben, das habe ich nicht nachgemessen.
Zweifellos ist der Akku immer dann leer, wenn es gerade nicht passt...

Je nachdem, wie häufig ich so ein Teil benutze, kann ich vielleicht mit dieser Einschränkung leben.

Viele Grüße,
Oliver


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Re: Aufbau Trassenbausatz "Karlsberg" von Noch

Beitragvon benraun777 » Di 16. Mär 2021, 19:10

Oberleitung kann ich mir noch nicht leisten Oliver. Muss irgend eine Lösung finden, um sie später noch nachträglich einzubauen.
Mal sehen :)
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Re: Aufbau Trassenbausatz "Karlsberg" von Noch

Beitragvon Atlanta » Di 16. Mär 2021, 21:50

Moin Ben,

Vermutlich wirst du bei der Durchfahrt einen Tunbel oder Brückendurchfahrt machen?
Nimm och Fangschienen, diese baust du dir aud Flexgleisen von H0e Gleisen und halbierst die Schwellen, dann hast du die doppelte Länge der Tunneloberleitung an der der Schleifer anliegt. Die halbierten Schwellen halten deine Oberleitungsschienen. Daran kannst du dann den Fahrdraht z. B. Von Sommerfeld oder wer es etwas robuster will von Märklin verwenden.
Die Oberleitung wäre ja eh nur Attrappe und ohne Funktion.
Schönen Gruß,
Ingo
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Re: Aufbau Trassenbausatz "Karlsberg" von Noch

Beitragvon benraun777 » Di 16. Mär 2021, 22:43

Atlanta hat geschrieben:Die Oberleitung wäre ja eh nur Attrappe und ohne Funktion.

Eigentlich möchte ich irgendwann schon eine Funktionstüchtige Oberleitung, so das eine zweite Stromzufuhr da ist. Von der Firma Viessmann gibt es so was, was ich gesehen habe. Aber das Zeug ist alles andere als billig.
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Re: Aufbau Trassenbausatz "Karlsberg" von Noch

Beitragvon Atlanta » Mi 17. Mär 2021, 02:45

Moin Ben,

Im analogen Betrieb, macht eine Oberleitung ja durchaus Sinn aber beim digitalen Betrieb bringt dir der Oberleitungsbetrieb eher Nachteile als Vorteile.
Beim analogen Modellbahnbetrieb konnten mit Hilfe der Oberleitung mehr wie ein Fahrzeug unabhängig voneinander auf dem selben Gleis angesteuert werden.
Beim digitalen Modellbahnbetrieb übernimmt diese Aufgabe der jeweils angewählte und verbaute Dekoder.
Der Grund, warum das so ist liegt in der Anzahl der Kontakte zum Gleis bzw. zur Oberleitung.

Um die Datensignale der Digitalzentrale bestmöglich zu übertragen, sollten die Einspeisungspunkte im Fahrzeug möglichst vielfältig sein und nicht nur auf einen einzigen reduziert werden.

Bei elektrischen Triebzügen im Stadtverkehr hast du je nach Bauart im Modell auch mehr wie einen Fahrleitungsbügel an der Oberleitung oder an seitlichen und/oder mittigen Stromschienen.

Bei Modellbahnfahrzeugen liegen die Stromaufnahmepunkte in den abgegriffenen Radschleifern oder Achsen, je mehr so ausgestattet sind, um so besser zur Datenübertragung.

Man könnte natürlich ähnlich wie in Japan oder bei Oldtimerzügen mit mehr Stromabnehmern den Fahrstrom über den Zug verteilt aus der Oberleitung entnehmen, das hätte aber wie beim Original ein "Aufschaukeln" der Oberleitung zur Folge mit unangenehmen weiteren Folgen, wie einer massiven Geschwindikeitsreduktion, was ja auch im Sinne der Vorbildlichkeit eher nicht gewollt ist.

Ich überlegte mir schon sehr lange, wie ich Fahrzeuge mit seitlicher und von oben bestricher Stromschine rechtfertigen könnte, wie man sie in zum Beispiel in Frankreich oder Großbritannien anfinden kann.

Es geht auch in Deutschland bei Triebzügen bis 1926 auf Staatsbahn oder darüber hinaus auf privaten Gleisen diverser Eisenbahngesellschaften.

Bei Fahrzeugen mit seitlicher Stromschiene sind je Triebwageneinheit bis zu 8 Stromabnehmer je Seite vorhanden. Dieses würde einen sicheren Übertragungsweg der Datensignale rechtfertigen, der Aufwand der aber zu betreiben wäre ist, steht aber in keinem Verhältnis, das Stromschienensystem azch noch betriebsfähig zu machen. So sind auch Stromschienen eher eine Attrappe. Isolatoren und Stromschienen gibt es aber von Peco, einer Nachbildung stünde nichts im Wege und elektrifizieren ließe sich das Ganze auch noch problemlos, lediglich bei Fahrzeugen müßten Eigenkonstruktionen angefertigt werden, denn seitens dr Hersteller werden Fahrzeuge dieser Art nicht als betriebsfähige Modelle angeboten.
Schönen Gruß,
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Re: Aufbau Trassenbausatz "Karlsberg" von Noch

Beitragvon oligluck » Mi 17. Mär 2021, 04:06

Servus Ben,

Oberleitung hat nicht zwingend elektrische Funktion.
Wie Ingo schrieb, war es zu Analog-Zeiten ein Notbehelf, aber im Digitalbetrieb überwiegen die Nachteile.

Zeitgemäße Oberleitungen kommen von Viessmann oder Sommerfeldt.
Es gab auch andere Hersteller, die sind aber allenfalls als Gebrauchtware zu bekommen.

Die beiden Systeme unterscheiden sich konzeptionell, funktional sind sie jedoch vergleichbar.
Von den Kosten her geben sie sich nichts; diese hängen von der Komplexizität deiner Anlage ab und von den verwendeteten Radien (bei deiner Anlage sind zwangsläufig mehr Masten notwendig, durch die kleinen Radien).
Als Faustformel gehe ich von Faktor 1,5-2 gegenüber den Gleisen aus. Also nicht unerheblich, aber auch nicht unerreichbar :mx7:

Möchtest du nach ÖBB-Vorbild bauen, führt eh kein Weg an Sommerfeldt vorbei :Austria:
Aber das sollten wir zu gegebener Zeit vielleicht an anderer Stelle erörtern?

Meine Aussage beschränkt sich auf:
solltest du auch nur erwägen, irgendwann mal eine Oberleitung zu montieren, dann bereite deine Unterführung und ggf. zu bauende Tunnel jetzt schon dafür vor!
Klebe ein aufgetrenntes Gleis unter die darüber liegende Trasse oder montiere es in adäquater Höhe im Tunnel.
Kostet kaum was und macht wenig Arbeit.

Die "schöne" Oberleitung braucht ja nur im sichtbaren Bereich montiert zu werden, aber die Pantos müssen im Berg eine Führung haben.
Oder mal ganz drastisch ausgedrückt: wenn du heute "ohne Tunneloberleitung" baust und eine deiner Elloks fährt aufgebügelt unter der Unterführung durch, dann ist ein Ersatz-Pantograph fällig, denn er rempelt an deinem Sperrholz an und überlebt es nicht.
Was von beidem ist wohl teurer?

Viele Grüße,
Oliver


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Re: Aufbau Trassenbausatz "Karlsberg" von Noch

Beitragvon Atlanta » Mi 17. Mär 2021, 08:07

Moin Oliver und Ben,

...zum Thema abgerissener Pantograph befragt mal die S-Bahn Hamburg, dort wurde einem Zug der BR 474.4 als Zweisystemfahrzeug bei der Einfahrt in den Hbf, von der Station Jungfernstieg kommend (kurzes Zwischenstück im Freien), das Dach mitsamt Pantograph abgerissen, als der Triebfahrzeugführer versehentlich an den Knopf kam Bügel heben...an der Stelle nicht sonderlich hilfreich wegen der sehr knappen Überbauung des Tunnellichtraumprofils (Kleinprofil) der S-Bahn, welche dort mit Stromschiene fährt und nicht mit Oberleitung.
Der zweite Mittelwagen sah aus, wie eine geöffnete Heringsdose von in Tomatensoße eingelegten Fischfilets. Glücklicherweise wurden dabei keine Fahrgäste verletzt aber zu tief geschockt.
Nach diesem Vorfall wurde eine Sicherung eingebaut, die diesen Schaltknopf außer Funktion setzt, wenn mit Stromschiene gefahren wird.
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